Cornelia (48) und Henning (50): Beziehung auf den zweiten Anlauf

Kurz vor dem ersten Treffen mit Cornelia bekam Henning plötzlich kalte Füße. Glücklicherweise hat es sich der Mann mit der netten Stimme und dem sympathischen Lachen doch noch einmal anders überlegt – denn wie sich herausstellte, war Cornelia der Deckel zu seinem Topf…

Verliebt mit Parship – Erfolgsgeschichte von Cornelia und Henning
© privat

Letzten Herbst: Ich war schon ein paar Tage auf Parship unterwegs und grenzte meine Suche auf +-50 km ein, das sollte doch zu schaffen sein, dachte ich. Dann fiel mir bei den auserwählten Männern ein nettes Lächeln auf, so nett, dass ich einen „Eisbrecher“ losschickte, der natürlich mit 2 von 4 Treffern ziemlich mau ausfiel. Naja, auch ein Thema, um den ersten Kontakt herzustellen und über Sinn und Unsinn dieses „Passen wir zusammen“-Tests zu schreiben. Es folgten viele nette Zeilen, nach ein paar Tagen mal der Tausch der Handynummern und so ging es per WhatsApp weiter. Als nächste Mutprobe gab es dann mal die erste Sprachnachricht, die ich mir gefühlt zig Male anhörte.

So nett diese Stimme, dieses Lachen so wie ich es mir auch vorgestellt habe

Nach unzähligen täglichen Telefonaten mal der nächste Schritt Richtung persönlichem Treffen. Aufregung machte sich breit… Bis mittags war alles klar: Samstag Abend Treffen, unverfänglich und einfach mal sehen. Natürlich schwang eine gewisse Hoffnung mit, dass es so wie bei den Telefonaten auch persönlich weitergeht. Am Abend dann die Ernüchterung: Er hat es sich anders überlegt, die Entfernung (knapp eine Autostunde) sei zu weit, um sich irgendwann täglich zu sehen, und vielleicht auch viel Tor-Schluss Panik. Hm, also erstmal den Schock verdauen und ablenken.

Nach drei Stunden die erlösende Nachricht

Die Panik war schuld, großes Bedauern; die vielen netten Telefonate und Nachrichten sind doch ein Kennenlernen wert. Also folgte ein zweiter Anlauf. Diesmal nach der Arbeit bei ihm in der Stadt im Eiscafé. Sehr nett war’s, es folgte eine Verabschiedung mit Kuss. Danach dann Treffen mit Spazieren bei mir, Picknick an den historischen Sehenswürdigkeiten, alles passte.

Die Entfernung spielt keine Rolle

Seit langer Zeit haben wir ein Ritual, schicken uns jeden Morgen und Abend nette Bildchen aus dem Netz mit Sprüchen und telefonieren täglich. Zeitlich bin ich aufgrund der Kinder etwas eingeschränkt, ebenso wie er aus privaten Gründen, aber wir nehmen es so wie es kommt, auch wenn es quasi eine „Fernbeziehung“ ist, vorerst. Wir machen das Beste daraus. Umso intensiver sind die wenigen gemeinsamen Augenblicke. Wir gehen alles langsam an, nach einer zuletzt sehr schwierigen Beziehung ist Vertrauen aufbauen das wichtigste Ziel, gemeinsam lachen und sich gegenseitig unterstützen tun wir ja schon. Die nächsten Schritte meistern wir auch noch zusammen und ich freu mich immer wieder auf noch viele weitere schöne Stunden, die wir zusammen haben und haben werden.

Auch wenn der Anfang etwas holprig war, so ist das Onlineportal doch eine tolle Möglichkeit den Partner des Herzens zu finden, und warum sollte man nicht das Pferd von hinten aufzäumen und beim Schreiben und einem Kurzportrait des Gegenüber feststellen, dass man die gleichen Gedanken, Ziele und auch Bedenken hat. Und wie heißt es so schön: Auf jeden Topf passt ein Deckel, manchmal muss man eben etwas warten… und/oder sich was trauen,