Sprachlos verliebt

01.04.2015 Jana Bogatz

Frank (35, Sportjournalist) lernte mit Parship.de Sandra (36, Kauffrau) aus Nordrhein-Westfalen kennen. Sie hat uns geschrieben.

So verliebten sie sich:

© privat

„Ich habe unglaublicherweise meinen absoluten Traummann über diese Plattform kennengelernt, obwohl ich mich nur aus Neugierde und Langeweile angemeldet hatte. Das Spaß-Match kam von meiner Seite und brachte erstaunlicherweise gleich vier Übereinstimmungen. Das ist danach nie wieder vorgekommen! Nach diesem Spaß-Match haben wir gleich am ersten Tag unzählige Mails ausgetauscht und immer mehr Gemeinsamkeiten entdeckt. Nach 2 oder 3 Tagen beschlossen wir dann endlich mal zu telefonieren, da meine Neugierde doch schon ins unermessliche gegangen war.

Die Stimme am anderen Ende der Leitung war super sympathisch. Es wurde ein Mammut-Telefonat von über 3 Stunden, welches wir in den darauf folgenden Tagen immer wiederholten. Ebenso oft und lange simsten wir auch. Meine Handy-Rechnung hatte sich sogar verfünffacht, aber es war die lohnendste und wertvollste Investition meines Lebens. Nach einer endlosen Woche machten wir dann ein Treffen aus, und ich konnte vor lauter Aufregung nicht essen, nicht schlafen und mich auch nicht auf meine Arbeit im Büro konzentrieren. Die Schmetterlinge im Bauch wurden immer mehr, und mein Dauerlächeln im Gesicht verschwand auch nicht mehr. Dieser ‚fremde Mann‘ hatte mich bereits auf Wolke sieben geschossen, ohne dass wir uns vorher gesehen hatten. Gab es die große Liebe wirklich noch?

„Ich brachte kein Wort heraus“

Besagter Tag kam dann endlich auch, aber mein Traummann kam prompt eine Stunde zu spät, wegen eines Tischtennisspiels. Meine Nervosität stieg ins unermessliche. Selbst dem Kellner in ‚unserem‘ Eiscafé fiel dies auf und fragte mich, ob ich auf jemanden warten würde. Endlich kam die Stunde der Wahrheit und ich, die sonst nicht auf den Mund gefallen und um keine Antwort verlegen ist, brachte plötzlich kein Wort mehr heraus. Außer einer flüchtigen Umarmung haben wir uns bei einem Latte Macchiatto und einer Cola Light erst einmal angeschwiegen. Er versuchte zwar die Situation zu retten, aber ich war immer noch nicht in der Lage zu antworten. Peinlicher ging es nun wirklich nicht. Um das Ganze zu entkrampfen, beschlossen wir am Rhein spazieren zu gehen, und allmählich fand ich dann auch meine Sprache wieder.

Ein Leben zu dritt

Die gelockerte Atmosphäre trug dann dazu bei, dass ich irgendwann einfach stehen blieb und ihn küsste. Ich war unendlich erleichtert, dass er nicht die Flucht ergriff, sondern meinen Angriff erwiderte. Seit diesem Tag sind wir unzertrennlich und freuen uns auf ein Leben zu dritt, denn ich habe in diese Beziehung eine achtjährige Tochter mit hinein gebracht, die sich super mit ihm versteht. Es ist einfach alles wie in einem Traum, aus dem ich niemals aufwachen möchte. In naher Zukunft ist es sogar schon geplant, dass er seine Wohnung in Düsseldorf aufgibt und zu uns aufs Land zieht. Rosiger kann meine – unsere – Zukunft gar nicht mehr werden.

Ich habe nun alles, was ich immer wollte und war noch nie glücklicher!!!“