Wir haben umeinander gekämpft

26.02.2015 Jana Bogatz

Christa (56, selbstständig) aus Waltrop lernte mit Parship.de Johannes (55, Soldat) aus Holland kennen. Sie hat uns geschrieben.

So verliebten sie sich:

© privat

„Da ich beruflich mit einer 7-Tage-Woche sehr angespannt war und das, nach meinen bisherigen Erfahrungen, kein Partner mitgemacht hatte, war das Letzte, was ich wollte, ein Mann. Mit ausschließlich weiblichen Mitarbeitern ausgestattet, kam das Thema ‚Chefin braucht einen Mann‘ aber doch des Öfteren auf den Tisch. Nach längeren Überzeugungsversuchen und Berichten über Internet-Erfolge ging es gemeinsam an den Computer (ich hatte bis dato keine Ahnung,

wie man das macht). Wir durchsuchten diverse Anbieter, und ich war erschrocken, wer, was und wie zur Schau gestellt wurde. Durch Reklametafeln und Berichte auf Parship aufmerksam geworden, war meine Bedingung, wenn überhaupt, dann dabei. Mit Hilfe zweier meiner Damen ging es ans Werk. Wir machten den Test gemeinsam, und ich wusste, was ich nicht wollte: keinen Beamten, keinen Rentner und keinen mit dem Sternzeichen Steinbock (das bin ich selbst), aber am liebsten einen Niederländer, weil ich das Land und die Menschen mag. Dann kamen die Partnervorschläge … Mit den höchsten Punkten ein Holländer! O.k., wir testen nur mal, um zu lernen, tut ja nicht weh! Ich schrieb nur einen Satz, dass ich Holländisch nicht gut spreche, aber lesen kann. Prompt Antwort mit Foto, und ich dachte, der im Leben nicht, aber er hatte sehr nett geschrieben. Er war auch neu bei Parship und ich auch sein erster Kontakt, also haben wir uns weiter geschrieben.

Und er blieb!

Ich bat dann um ein Foto in Zivil und mit einem Lächeln, denn wie sich schnell rausstellte, war er Berufssoldat bei der Nato und schon Rentner!!! Dazu Steinbock!!! Aber das Lächeln!!! In Erahnung, was da auf mich zukommt, habe ich mich geweigert, in den ersten Wochen meine private E-Mail und Telefonnummer zu schreiben. Aber er leistete Überzeugungsarbeit, und das erste Treffen war am 26.11.05, schnellstens nach dem ersten Telefonat, im Nachbarort. Und er blieb!!! Da ich, Zufall oder Schicksal, gleichzeitig Kaufinteressenten für meinen Betrieb gefunden und das Vorweihnachtsgeschäft begonnen hatte, war eigentlich keine Zeit für einen Partner. Trotzdem meldete er sich bereits am 6.12.05 bei Parship ab, mit der Überzeugung, ich wäre das, was er immer gesucht habe, schenkte mir aber das Lied auf CD ‚Dieser Weg wird kein leichter sein‘.

Zwei Heiratsanträge

Am 1.01.06. übergab ich mein Geschäft meinen Nachfolgern, er machte mir einen Heiratsantrag (den ich noch ablehnte), er übergab einem Makler in Holland den Auftrag zum Verkauf seiner Wohnung, er machte wieder einen Antrag, und am 8.03.06 haben wir uns nachts an der Binnenalster in Hamburg verlobt. Leider zog der Verkauf meines Geschäftes so viel Ärger nach sich, dass unsere Beziehung ärgstens belastet wurde. Ich wollte zwischendurch das Private hinschmeißen, aber er kämpfte (Soldat!), und so zog er nach dem Verkauf seiner Wohnung im April ganz zu mir nach Deutschland. Durch das Rentnerleben war aber Streit und Stress vorprogrammiert, von Trennung die Rede und immer wieder kämpfen …

Versöhnungen sind auch schön

Trotzdem stand am 7.10.06 der Hochzeitstermin. Natürlich musste in der Hochzeitsnacht einer unserer Kater in die Tierklinik zur OP, also verheulte Trauungsfotos, natürlich keine Flitterwochen, denn das wäre für uns zu einfach gewesen. Jetzt hatten wir schon den ersten Hochzeitstag, und die Bilanz ist: Er geht Vollzeit, ich Teilzeit arbeiten, unseren Katzen geht es wieder gut, und wir kämpfen weiter, weil Versöhnungen auch schön sind. Und ich hoffe, nie wieder Parship!!!“

Zur Hochzeit von Christa und Johannes am 7. Oktober 2006 gratuliert das gesamte Parship-Team sehr herzlich!