Wintermärchen mit Heiratsantrag

22.07.2016 Jana Bogatz

Karina (47, Musiklehrerin) aus Bayern fand dank Parship Wolfgang (46, IT-Spezialist) aus Bayern. Obwohl beide nur zwei Stationen voneinander entfernt leben, zogen sie so bald wie möglich zusammen. Wie ihre Geschichte beginnt, erzählen sie hier.

So verliebten sie sich:

© privat

„Ich möchte uns eine Chance geben. Deshalb deaktiviere ich mein Profil, so dass ich mich auf unser Kennenlernen konzentrieren kann.“ Von so viel Hingabe und Ernsthaftigkeit von einem Mann habe ich mein ganzes Leben geträumt, aber mit Mitte Vierzig habe ich sowas nicht mehr erwartet und schon gar nicht beim zweiten Date auf einem Christkindlmarkt von jemandem, den ich erst vor ein paar Tagen durch eine Online-Partnervermittlung kennengelernt habe.

Seine Aufrichtigkeit schätzte ich hoch. Nur einige Tage zuvor habe ich mich bei Parship angemeldet nachdem eine Freundin mir die Webseite empfohlen hatte, um einige nette Männer außerhalb meines Freundeskreises kennenzulernen. Eine Handvoll sympathischer Kumpels hatte ich bereits in der bayerischen Hauptstadt dank Parship getroffen. Ich habe ausschließlich nach Männern in meiner Nähe gesucht, mit denen ich mich nach ein paar Nachrichten auf einen unkomplizierten Kaffee in einem naheliegenden Café treffen könnte, um Erwartungen und falsche Hoffnungen zu dämpfen. Obwohl meine Methode als halbherzig betrachtet werden kann, gaben mir die kurzzeitig ausgemachten Verabredungen mehr Mut und Selbstbewusstsein bei der Partnerwahl, denn ich habe mich nicht verpflichtet gefühlt, viel Zeit bei diesen Schnupper-Treffen zu investieren und konnte deshalb unbeschwert auf mein Bauchgefühl hören.
Bei keinem einzigen Treffen fühlte ich so etwas wie Schmetterlinge im Bauch, bis ich mich mit einem gleichaltrigen Mann traf, der nur zwei U-Bahn Haltestellen entfernt von mir wohnte. Wir hatten uns auf einen Drink in einem unbekannten Lokal verabredet, welches direkt zwischen unseren Vierteln lag.

Auf dem Weg dorthin kam er auf mich zu

Ich habe ihn sofort erkannt und mich gewundert, ob ich versehentlich zu spät dran war. Sein Lächeln hat mir sofort versichert, dass das ganz sicher nicht der Fall war. Tatsächlich haben wir uns beide aus Neugier vorzeitig auf den Weg dorthin gemacht, aber als er zuerst vor dem Lokal stand, stellte er fest, dass so eine schlüpfrige Spelunke mit auf einer Internetseite vorgetäuschtem Niveau, nicht für einen romantischen ersten Eindruck geeignet sei. Dank seiner Fürsorge fanden wir ein romantisches japanisches Restaurant in unmittelbarer Nähe. Dort dehnte sich unser erstes Date am frühen Abend, durch pure Freude am Gespräch miteinander, bis Mitternacht.
Bereits beim zweiten Date wusste ich, dass mein Traummann vor mir steht und mir aus dem Herzen spricht. Als hoffnungslose Romantikerin befolgte ich seinen Rat und legte mein Profil auch auf Eis, um mich diesem Wintermärchen zu widmen. Bald danach dachte ich mir, dass unsere tiefen Gefühle wie Schnee im Frühling schmelzen würden, als er mir mitteilte, dass er geschäftlich für eine Woche ins Ausland muss. Trotz der geographischen Trennung telefonierten wir jeden Tag stundenlang bis wir uns nach einer Woche endlich am Flughafen wieder trafen. An diesem Abend fand unser drittes als auch letztes Date mit einer selbstgemachten Pizza bei ihm Zuhause statt. Es war die letzte Verabredung als Singles miteinander, denn nach dieser Nacht vertiefte sich unsere Liebe durch ein gemeinsames Leben unter einem Dach.

Von da an wohnten wir zusammen

Innerhalb von vier Wochen haben wir meine Wohnung aufgelöst und einen gemeinsamen Haushalt geschaffen.
Das darauffolgende Wochenende kuschelten wir bereits wie ein altes Ehepaar auf dem Sofa zusammen als er mich fragte: „Willst du mich heiraten?“. Statt vor Schock von dem Sofa zu fallen, habe ich ihm sofort mit JA geantwortet. Obwohl keiner von uns jemals verheiratet war, und ich sogar nie in einer Beziehung mit einem Mann zusammengewohnt hatte, war es uns absolut klar, dass wir die Liebe unseres Lebens gefunden haben und wir jede geschenkte Sekunde miteinander verbringen wollen. Somit lernten wir nicht nur unsere Familien zu Weihnachten kennen, sondern stellten uns einander auch als Verlobte unseren überraschten Familien vor. Seit Jahren waren unsere Familien davon überzeugt, dass wir ewig Single bleiben würden. Er, der rationale IT-Spezialist, und ich, die verträumte Musiklehrerin – was hatten wir überhaupt gemeinsam? Ihnen schienen unsere Pläne rasch und unüberlegt. Aus unserer Perspektive jedoch teilten wir einen Lebenstraum von Zuneigung und Zweisamkeit, der gerade in Erfüllung ging. In unserem Alter hatten wir genügend Beziehungserfahrung gesammelt sowie Selbstreflexion durchgeführt, um zu wissen, wie außergewöhnlich diese Liebe ist. Noch nicht einmal nach drei Monaten, nachdem wir uns kennengelernt hatten, gaben wir uns am Valentinstag das Ja-Wort. Mittlerweile haben wir unseren ersten Hochzeitstag mit einer Reise gefeiert und sind nach wie vor überglücklich einander zu haben

Wir möchten uns hiermit bei Parship herzlich bedanken, dass unser Wintermärchen zur Wirklichkeit geworden ist!