Paartanz und die Tücken des Alltags

21.06.2018 Jana Bogatz

Mit jemand Fremden zu telefonieren ist für viele Menschen eine merkwürdige Vorstellung. Für Doreen (34) und Robert (30) aus Brandenburg dauerte das erste Telefonat über acht Stunden, die alles andere als unangenehm waren...

Verliebt mit Parship – Erfolgsgeschichte von Doreen und Robert
© privat

Fast schon nicht mehr daran geglaubt, aber dann doch noch die große Liebe gefunden. Ich (Robert, 30, Soldat auf Zeit) bin inzwischen seit etwas über 8 Monaten bei Parship. Die Zeit verging tatsächlich wie im Flug und ich erlebte einige nette Treffen, lernte dabei interessante Damen kennen, genoss tolle Augenblicke, aber nie entwickelten sich so richtig die Gefühle, was mich schon langsam an mir zweifeln ließ, ob ich denn überhaupt zu solchen Gefühlen noch fähig bin. Schließlich merkt man mit dem Alter, wie man immer vorsichtiger wird, wenn man die eine oder andere Enttäuschung mitmacht. Zumindest hatte ich von mir selbst diesen Eindruck. Aber dieses alles erübrigte sich, als ich dann sie (Doreen, 34, Buchhalterin) entdeckte.

Mir gefiel auf Anhieb ihr Profil

Aber ob das andersherum wohl auch so wäre, dachte ich mir! Deshalb startete ich eine vorsichtige Annäherung mit den Worten: „Hi, Lust auf ein virtuelles Kennenlernen?“. Ich konnte ja nicht ahnen, dass sie darauf so frech und irgendwie auch schüchtern antwortete: „Gucke dir erst einmal meine Bilder an!“ Nach einigen interessanten Mails hin und her, stieg in mir dann die Spannung und ich fragte mich, wie wohl ihre Stimme klingen würde! Zu meinem Glück, war sie einem Telefonat gegenüber nicht abgeneigt, so dass wir uns für den ersten Samstagabend nach unseren ersten Mails zu einem ersten Telefondate verabredeten. Kurz gefasst, nach 8 Stunden und 15 Minuten legten wir auf und beendeten damit unsere Nacht, ohne auch nur eine Minute geschlafen zu haben. Aber wer jetzt denkt, wir sind dann am Morgen ins Bett gefallen, der irrt.

Denn tatsächlich nutzten wir gleich die Gelegenheit und trafen uns zum Frühstück

Total aufgeregt und bis in die Fingerspitzen nervös, ob ich ihr denn nun live und von Angesicht zu Angesicht gefallen würde, schlüpfte ich schnell noch in Hemd und Jeans, nahm die Aufbackbrötchen aus dem Tiefkühler und pfiff mir noch einen RedBull auf der Fahrt zu ihr hinter. Auf dem Weg merkte ich dann, wie stark mein Herz pochte, während mein Kopf in negativen Gedanken versunken war: Wären diese Glücksgefühle vielleicht gleich vorbei, wenn sie mich erblickt? Aber dieses alles verlor sich sofort, als sie dann die Tür öffnete und mich anlächelte. Wow… was für eine wunderschöne Frau, war mein erster Gedanke und erst dieses Lächeln, was sie mir zuwarf. Tja und was soll ich sagen, nun saßen da zwei Verrückte, die sich nach einem etwas längeren Telefonat tatsächlich zu einem Frühstück verabredeten hatten.

Es war ein verdammt nervöses Frühstück

Aber wir beide tauten schnell auf und so genossen wir noch die Zeit, bis es draußen schon wieder dunkel wurde. Damit war klar, wir gehören zusammen, auch wenn wir es beide so noch nicht ausgesprochen hatten. Weiterhin drückten wir nun zusammen das Gaspedal voll durch. So lernte ich kurz darauf ihre beiden wundervollen Söhne (3 und 6 Jahre) kennen. Waren beim Fasching sowie auch kurze Zeit später zusammen im Winterurlaub, so als erste kleine Bewährungsprobe. Und was bleibt zu sagen, seit dem Urlaub lebe ich quasi trotz eigener Wohnung in meiner neuen Heimat nördlich von Berlin. Die eigene Wohnung löst sich bekanntlich ja nicht so schnell auf (grins). Nun planen wir unser Leben zusammen, gerade den kommenden Sommerurlaub, verwirklichen uns beim Paartanz und meistern auch so die kleinen Tücken des Alltags. Ein Leben ohne den Anderen ist einfach nicht mehr vorstellbar und so wundert es kaum, dass ein Thema wie Heiraten doch öfter einmal angesprochen wird. Wie es weiter geht steht zwar bekanntlich in den Sternen, aber ich bin mir sicher mit dieser Frau an meiner Seite, einfach alles schaffen zu werden.