Und es funktioniert doch!

29.12.2020 Jana Bogatz

Kompromissbereitschaft zahlt sich aus - das dürften Harald und Ursula genau so unterschreiben. Es darf auf keinen Fall ein Raucher sein? Die Entfernung ist zu groß - anderes Bundesland oder, wie bei den beiden, ein anderes Land, undenkbar? Welches Glück einem entgehen kann, wenn man zu streng an solchen Vorstellungen festhält, zeigt ihre Geschichte...

Verliebt mit Parship – Erfolgsgeschichte von Ursula und Harald
© privat

Harry: Nachdem ich es schon auf 3 anderen Plattformen erfolglos versucht hatte, habe ich mich am 11.02.2019 auf Anraten meines Sohnes bei Parship für 1 Jahr angemeldet.
Aber der Reihe nach:
Nach einigen nicht passenden Kontakten bekam ich am 06.03.2019 das erste Mal ein Lebenszeichen von meiner jetzigen Partnerin, allerdings mit dem Hinweis, es kann eh nichts werden, da sie als Raucherin mit einem EXTREMEN Ex-Raucher wohl nicht zusammenkommen könne und daher aus der Favoritenrolle falle (außerdem hatten wir schwache 92 Matchpunkte).

Ihr Schreiben hat mir trotzdem gefallen und ich habe meine Fotos freigegeben

Darunter auch das von Samy, meinem 12 Jahre alten Labrador, wie er traurig vor seinem vom Sturm zerstörten Lieblingsbaum sitzt. Dieses Bild hat mir doch einige Herzen der teilnehmenden Parshipperinnen geöffnet. Vor allem auch das meiner jetzigen neuen Partnerin, die darauf-hin Samy geschrieben hat, er soll die Bäume in Ruhe lassen (so können Bilder missverstanden werden).
Es entstand ein sehr interessanter Schriftwechsel, wir hatten drei Übereinstimmungen im Eisbrecher-Menü und die räumliche Distanz (58km) wurde immer unwichtiger. Schließlich haben wir uns zu einem Treffen im HB Zürich verabredet.

Erster gemeinsamer Eindruck = passt!

Wichtig ist, so finde ich, dass wenn man sich schon auf eine neue Partnerschaft einlässt, sollte das Profil aussagekräftig und die eingestellten Bilder aktuell sein. Viele Fragen werden so schon im Vorfeld beantwortet und ein erster, realer Eindruck kann entstehen.
Weiter gings: Nach Austausch aller möglichen Daten durch die zurzeit üblichen Kommunikationsmittel folgten die ersten gegenseitigen Auslands-Besuche, damit wir uns wirklich näher kennen lernen konnten.
Konzert- und Theaterbesuche. Gemeinsame Interessen, die eigentlich im jeweiligen Profil schon ersichtlich waren, wurden dadurch bestätigt.
Die Hoffnung, aus einer Raucherin eine Nichtraucherin zu machen, musste und konnte ich dank meiner Kompromissbereitschaft (Anmerkung Ursula: na ja…) auch bald begraben! Weil es einfach passt!
Fazit: Wir führen eine super Beziehung, pendeln zwischen zwei Welten, sind gemeinsam sehr glücklich und zufrieden und danken Parship!

Ohne Euch wären wir uns nie begegnet!

Ursula: Eines war mir schnell klar: Einen neuen Partner finde ich – wenn überhaupt – nicht auf herkömmliche Weise. Als über 60 jährige Witwe im Vorruhestand, eher zurückhaltend und mit kleinem Freundeskreis musste ich andere Wege gehen. Zwei ehemalige Arbeitskolleginnen sind auf Dating-Portalen aktiv – mit mehr oder weniger Erfolg, aber auf jeden Fall mit interessanten neuen Bekanntschaften. Also habe ich verschiedene solcher Portale verglichen und ausprobiert. Bei Parship habe ich dann eine 1-jährige Premium-Mitgliedschaft abgeschlossen, die diversen Ratgeber und Artikel in Sachen Partnersuche haben mir viel gebracht und ich fühlte mich auch sonst bei Parship gut aufgehoben.

Es haben einige Dates mit interessanten Männern stattgefunden, auch das sogenannte Ghosting hat es gegeben (das Wort kannte ich vor Parship nicht, es hat dort aber einen guten und lehrreichen Artikel darüber gegeben).

Dann war unter meinen Partnervorschlägen Harrys Profil

Rentner, 67 Jahre alt, aus Baden-Württemberg . Sehr interessant, geistreich, humorvoll, selbstkritisch und mit 2 unüberwindbaren Hindernissen („darauf bin ich allergisch: Rauch“) und er kommt aus Deutschland – zu weit weg. Ich bin Raucherin, Schweizerin und wohne in der Region Zürich. Ich hab ihm trotzdem geschrieben – einfach, dass ich ihn sehr sympathisch finde, wir uns aber leider nicht näher kennen lernen würden, und dass er sicher bald eine passende Partnerin finden werde. Er hat sich trotzdem gemeldet und seine Fotos freigegeben und da war Samy! Sein alter Labrador sass selbstzufrieden hinter einem von einem Sturm entwurzelten Baum. Ich konnte nicht anders, hab Samy geschrieben, dass er Bäume nicht ausgraben soll (Harry hat dann Samy entlastet).

Es entstand ein sehr reger, toller WhatsApp-Austausch und schliesslich haben wir uns am 29. März in Zürich im Hauptbahnhof getroffen.

Es war einfach der Hammer!

Wir haben uns dann jeweils für ein paar Tage gegenseitig zuhause besucht und das war es dann. Seit Juli leben wir zusammen, meist bei Harry in Deutschland, und sind zum Ausgleich dann wieder ein paar Tage in der Schweiz. Es fühlt sich perfekt an und manchmal glaub ich, ich träume! Fazit: siehe bei Harry!