Hauptgewinn trotz Corona

06.05.2021 Anna Kustermann

Holger kämpfte gegen den Corona-Blues, Brigitte war enttäuscht von der Parship-Resonanz. Doch eine gemeinsame Urlaubserinnerung an die USA veränderte schließlich alles...

Verliebt mit Parship – Erfolgsgeschichte von Holger und Brigitte
© privat

Eine Freundin, die, Mitte siebzig bereits, durch ihre Kinder zu Parship gekommen war und rasch ihren Herzbuben getroffen hatte, überließ mir ihre restliche Mitgliedschaft. Ich war neugierig, schrieb potentielle Partner an, bekam einige nette Antworten, traf mich auch mit zwei Herren, die interessant verliefen, aber war insgesamt enttäuscht von der Resonanz. Kurz vor Ende der Mitgliedschaft wurde ich von einem Elektroingenieur angeschrieben.

Schon wieder ein Ingenieur – überrepräsentiert bei den Männern über 60! Aber nun kam es: Er war der einzige, der meine Urlaubserinnerungen in den USA richtig einschätzen konnte, da er sie kannte! Auch kommentierte er meine Vorliebe für die TV Sendung „Eisenbahnromantik“ sehr positiv. Und dann kam ein Bild vom völlig chaotischem Wohnzimmer mit dem Kommentar: Das Klavier ist weg! Das war sehr ungewöhnlich.

Kurz entschlossen lud ich mich zu einem Kaffee bei Holger ein

Bei der Fahrt von Mannheim an den Chiemsee fuhr ich an Ulm vorbei. Es war ein Treffen voller Erwartung, aber auch Unsicherheit aus vorherigen Erfahrungen meinerseits. Beim Abschied hatte ich ein schlechtes Gewissen wegen meines kratzbürstigen Verhaltens. Ich verabschiedete mich mit einem Kuss – der war der Auslöser! Danach kurzfristige Treffen – trotz der Distanz völlig problemlos. Und so entwickelte sich der Sommer 2020 zu einem Traumsommer für uns beide. Und es geht immer weiter – und wird immer intensiver. Holger ist mein absoluter Herzensmann – mein Traummann in jeder Beziehung! Dank Parship habe ich den Hauptgewinn bekommen.

Jetzt erzählt Holger seine Sicht

Ostern 2020, im ersten Corona Lockdown. Bis zum Lockdown – eine Woche vor Ostern 2020 – hatte ich, aktiver Rentner, hochkonzentriert durchgearbeitet. Ausstellungsorganisation, Event-Organisation (unter Vor-Lockdown Bedingungen) und dann Moderation zur Durchführung und dann plötzlich gar nichts mehr – Tabula Rasa. Ergebnis: Corona-Blues in Form von „Schlafkrankheit“. Der Besuch beim Arzt meines Vertrauens zeigte mir, ich bin kerngesund. Alles nur eine Sache des Kopfes…

Im Mai war es dann soweit: Ich habe mich bei Parship angemeldet. Und sofort gab es einige interessante Zuschriften. Da es doch viele waren, habe ich mich auf die mit mehr 110 Punkte Matching konzentriert. Eine stach hervor! Erste Treffen und viele Whatsapp Texte und Bildkontakte – aber die Sozialisation war zu unterschiedlich. Immerhin waren wir beide schon älter als 70 Jahre.

Aber dann: Ich war noch keine vier Wochen bei Parship – ein erstes Foto mit Bezug auf mich persönlich. Eine Dampflok auf einem gusseisernen Viadukt im Abend Gegenlicht! Wenig später ein Bild von Gigi vor ihrem roten Auto mit dem Schriftzug „Chama“ darauf (auch ich fahre seit Jahren nur rote Autos). Chama ist der Heimatbahnhof der „Cumbres & Toltec“ Museums-Schmalspur-Eisenbahn in den Rocky Mountains an der Grenze von Colorado zu New Mexico. Wir beide waren dort und sind mit der C&T Bahn gefahren – wenn auch zu unterschiedlichen Zeiten.

Und dann kam Ende Juni 2020

Ein spontaner erster Treff auf einen Kaffee bei der Fahrt von Gigi von Mannheim nach Prien am Chiemsee. Wir gefielen uns gegenseitig – aber das erste Mal ist eben das erste Mal. Schwierig.

Aber dann: Gigi war schon eingestiegen zum Wegfahren – aber sie sprang nochmal aus dem Auto, nahm meinen Kopf in beide Hände und küsste mich voll. Das war es dann. Der Auslöser.

Inzwischen haben wir April 2021 und es ist jedes Mal noch schöner. Alle zwei Wochen im Minimum treffen wir uns auf ein verlängertes Wochenende – in Mannheim oder in Ulm.

Corona-Blues – was ist das?

Dank Parship tangiert mich das nicht mehr. Und die erste Impfung haben wir beide auch schon!