Peggy (43) und Thomas (43): Liebe in drei Akten

Kaffee trinken und spazieren gehen? Nicht mit Peggy und Thomas! Für ihr erstes Date suchten sie sich eine außergewöhnliche Beschäftigung – und erkannten bald, wie gut sie miteinander harmonieren.

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Vorspann: Das längste Telefonat seit Ewigkeiten

Mitte Januar 2022 schrieb ich Peggy das erste Mal auf Parship unverblümt an. Und da war er schon, das erste Fettnäpfchen. Meine Nachricht wurde missverstanden – immerhin auf eine witzige Art und Weise. Einige wenige Nachrichten später beschlossen wir, das Schriftliche bleiben zu lassen und per Telefon weiter zu kommunizieren. Gesagt getan. Das war für uns beide das längste Telefonat seit Ewigkeiten. Schon hier hatte sich gezeigt, dass wir wunderbar miteinander sprechen können, ohne belanglos zu werden. Zwei, drei Telefonate später, gab es an einem Treffen kein Vorbeikommen mehr. Wir mussten uns sehen und herausfinden, wer sich tatsächlich hinter diesen ungesehenen Worten versteckt.

1. Akt: Date auf der Pferdekoppel

Bevor wir beide uns das erste Mal trafen, hatten wir bereits andere erste Dates hinter uns gebracht – eher auf die herkömmliche Art, Kaffeetrinken oder Spazierengehen. „Gefunkt“ hatte es dabei nie. Das war auch einer der Gründe, weshalb wir uns für unser gemeinsames erstes Treffen für etwas ganz anderes entschieden: Wir sind in alte Arbeitsklamotten geschlüpft und haben uns bei Peggy auf der Pferdekoppel getroffen. Eine hervorragende Entscheidung! Mit einer guten Portion Aufregung, Neugier und Tatendrang haben wir kurz darauf zusammen gewerkelt, gesägt, geschraubt, gebohrt, gelacht, geredet und uns ganz zwanglos kennen gelernt. Wir stellten sehr schnell fest, dass wir auch ohne viele Worte prima miteinander harmonieren. Die Erfahrung war für uns beide, wie wir heute wissen, unheimlich faszinierend, wie zwei Menschen, welche sich noch nie gesehen haben, nahezu perfekt aufeinander abgestimmt sind, sehr ähnlich ticken und ohne viel Tamtam miteinander umgehen können.

2. Akt: Der erste gemeinsame Ausflug – zu viert

Fünf Tage später haben wir uns wieder gesehen. Wir verbrachten einen sehr schönen Abend auf einem Gemeindefest. Wir hatten viele Gespräche mit anderen Menschen, jedoch trafen sich unsere beiden Blicke unentwegt. Es kam, wie es kommen musste, wir küssten uns noch am selben Abend zum ersten Mal. Doch eine letzte Hürde galt es noch zu meistern: Peggys Tochter und meinen Sohn. Wir waren uns unserer Zuneigung allerdings schon so sicher, dass wir zwei Tage später zu viert einen Sonntag im Aqua Palace in der Nähe von Prag verbrachten. Auch hier überwog wieder die unglaubliche Erkenntnis, wie ähnlich unsere Ansichten auch in Bezug auf die Kindererziehung sind und wie reibungslos, als auch entspannt, wir den Tag verbringen konnten.

3. Akt: Bewährungsprobe im Urlaub

Da wir circa 35 Kilometer voneinander entfernt wohnen und wir uns beide unsere Lebensgrundlage geschaffen haben, ist diese natürlich nicht von heute auf morgen umzustoßen. Deswegen beschränkt sich unsere gemeinsame Zeit hauptsächlich auf die Wochenenden. Der Wunsch nach mehr Zweisamkeit war – und ist noch immer – sehr hoch. Also planten wir bald einen gemeinsamen Urlaub im Süden und erlebten wunderschöne Tage zu viert, mit Sommer, Sonne und Meer. Auch in dieser Zeit sind wir immer mehr zusammengewachsen – sowohl wir als Erwachsene, als auch unsere Kinder.

Resümee: Aus Zahlen wurde Liebe

Im Nachhinein können wir beide immer noch nicht fassen, was mit uns passiert ist. Es nahm den Anfang im Internet bei Parship, wo mehr oder weniger Zahlen, Fakten und Merkmale entscheiden, dass wir zueinander passen. Und bei uns passte es unglaublich gut. Natürlich sind auch wir nicht davon befreit, uns zu streiten. Dieser Prozess, uns miteinander auseinanderzusetzen, gehört dazu, den kann uns niemand abnehmen. Wir sind aber sehr glücklich, mit dem was wir gewonnen haben, mit der Art, wie wir miteinander umgehen und aufeinander eingehen, mit der Harmonie, welche wir gemeinsam erleben dürfen und den Gefühlen, die uns verbinden.