Das Bewerbungsgespräch

18.09.2015 Jana Bogatz

Stephan (49) aus Bayern fand mit Parship seine Claudia (49) - hier erzählt er ihre gemeinsame Geschichte.

So verliebten sie sich:

© privat
„Was tun, wenn man nach 20 Jahren Ehe merkt, dass man so nicht mehr weitermachen will, weil man sich in unterschiedliche Richtungen entwickelt und außer Haus und Kinder keine gemeinsamen Interessen mehr hat? Für mich war klar, dass ich einen Neuanfang wollte, mit allen Konsequenzen. So haben meine Frau und ich uns friedlich getrennt und den Weg frei gemacht für das, was da noch kommen sollte.Es war ein Versuch, aber heute wissen wir, dass wir ohne Parship nicht zueinander gefunden hätten. Letztendlich haben auch wir dazu beigetragen, dass sich alle 11 Minuten durch Parship Menschen ineinander verlieben!

Es begann Ende 2013

Ich habe es damals zuerst mit einer kostenlosen Partnervermittlungs-­‐Seite versucht. Schon da hatte ich ein paar nette Kontakte, aber „die Richtige“ war noch nicht dabei. Dann kam der Wechsel zu Parship. Auch da war es nicht gleich der erste Dating-­Vorschlag, bei dem es gefunkt hat, aber es hat von Anfang an Spaß gemacht. Ein richtiger Reinfall war nicht dabei, und ich war überrascht über die Qualität der Partner-­‐Vorschläge und gespannt auf den nächsten Kontakt. Es war der 3. Februar 2014. Da war ein Profil, das mich sofort angesprochen hat. Ich habe ihr „ein Lächeln“ geschickt, und die Spannung war groß, wie sie darauf reagiert.

Würde sie sich gleich „verabschieden“?

Sie hat „zurück gelächelt“, nur wenige Stunden später. Dann antwortete sie mir, dass sich mein Profil „verdammt gut liest“ und sie sich darüber freuen würde, wenn ich ihr schreibe – ihre Standard­‐Antwort, wie ich inzwischen weiß … aber ich fand’s zu diesem Zeitpunkt einfach klasse und war sofort ziemlich aufgeregt! Außerdem hat sie mir ihre Fotos frei gegeben, wodurch ich sie jetzt auch scharf sehen konnte und sie hat mir ihren Namen verraten, wodurch ich sie nicht mehr mit der Parship-­‐Kennung anschreiben musste. „Sie sieht gut aus“, dachte ich mir, wirkt auch vom Schreiben her sehr nett. Ich lese nochmal ihr Profil. 115 Matching-­Punkte und die Empfehlung von Parship, sie doch mal näher kennen zu lernen … also schrieb ich ihr zurück und habe auch meine Fotos frei gegeben. Spannung … aber auch jetzt „verabschiedete“ sie sich nicht. Die ersten hohen Hürden waren überwunden, und wir beide zeigten Interesse aneinander.

Und -­ es begann zu kribbeln!

Manchmal sind es Kleinigkeiten, die darüber entscheiden, ob so eine Geschichte weiter geht oder plötzlich endet. Wir waren gleich mehrmals an dem Punkt, wo es hätte zu Ende sein können. Aber zum Glück ging es weiter. Unser erstes Telefonat war dann sehr spannend. SIE hatte darauf gedrängt. Ich bin ja eher der Schreiber, aber sie wollte „eine Stimme zu dem Namen“, und sie versprach mir, dass das Telefonieren mit ihr auch noch Spaß machen würde. Allein schon die Dauer eines solchen Gesprächs sagt ja viel darüber aus, ob es passt oder nicht. Ich glaube, wir haben fast eine Stunde telefoniert. Ich fand sie ja totaaaaaal sympathisch. Spätestens nach der nächsten Whatsapp-Nachricht war klar, dass das bei ihr genauso war. Dann wurde es komischerweise etwas ruhiger um uns. Wir schrieben uns kaum noch, und das lag wohl größtenteils an mir. Ich wollte zuerst den Kontakt zu zwei anderen Kontakten klären und beenden, anstatt mich mit 3 Frauen parallel zu unterhalten und zu treffen. Bei ihr lag es daran, dass ich aus ihrer Sicht zu wenig Interesse an ihr gezeigt habe. Ich habe sie dann nach mehreren Wochen und nach besagten Klärungen wieder angeschrieben, mit einer Entschuldigung und mit der Frage, ob sie denn noch Interesse hätte oder ob mir jemand zuvor gekommen war. Sie hatte noch Interesse, und wir verabredeten uns zum ersten Date.

Die Spannung war riesengroß.

Ich wusste gleich, dass sie es war, die dort mit dem Rücken zu mir am Parkautomaten stand – mit Hund. Ich sprach sie an, sie drehte sich um, und ich sah ihr zum ersten Mal in ihre wunderschönen Augen. Das erste Lächeln, eine erste Umarmung, und dann gingen wir in ein Café, saßen dort in der Sonne und unterhielten uns – 3 Stunden lang. Ich kann mich noch gut an eine meiner späteren zahlreichen Mails erinnern, als ich dieses erste Treffen scherzhaft als „Bewerbungsgespräch“ bezeichnet habe. Auch da ist es ein schlechtes Zeichen, wenn das Gespräch nach 45 Minuten zu Ende ist. Aber 3 Stunden … Und diese Zeit verging wie im Flug. Später hat sie gemeint, dass dieses sogenannte Bewerbungsgespräch dann ja wohl „allererste Sahne“ gewesen sein muss. Einer meiner manchmal positiven, manchmal aber auch negativen Charaktereigenschaften ist, dass ich mir sehr viele Gedanken mache, meistens Gedanken über mich.

Habe ich etwas falsch gemacht? Bin ich gut genug für sie?

Im Nachhinein war dieses erste Date absolut perfekt und wir denken heute noch sehr gerne daran zurück. Doch diese Gedanken von mir hätten beinahe dafür gesorgt, dass alles vorbei gewesen wäre, bevor es so richtig begonnen hatte. Sie hatte sich sogar schon etwas in mich verliebt. Nur war ich zu doof dazu, das zu erkennen. Stattdessen habe ich mir den Kopf zermartert, ob so eine tolle Frau wohl überhaupt ernsthaft Interesse an mir haben könne und ob wir denn auch im Alltag zusammen passen würden. Sie wollte sich gar nicht von mir verabschieden, sondern noch irgendwo mit mir und dem Hund spazieren gehen. Als wir aber am Parkplatz angekommen waren, hat sie schon diesen Abstand von mir gespürt und ihren Wunsch gar nicht erst ausgesprochen. Wir lachen heute noch über meinen Abschieds-­Spruch, den wir seitdem leicht überspitzt „Also dann, Tschüss!“ formulieren. Was war ich doch für ein Idiot! Die Stunden danach waren für uns beide voller stürmischer Gedanken. Sie ging dann ohne mich mit ihrem Hund spazieren und wünschte sich, dass ich noch mitgekommen wäre. Sie dachte immer wieder an diesen einen Augenblick, als ich sie total charmant angelächelt hatte. Und ich? Ich grübelte ständig, wann sie mir wohl schreiben würde, dass es zwar schön war, aber dass man wohl nicht zusammen passen würde. Dabei dachte ich immer wieder: Was für eine wundervolle Frau! Wunderschöne Augen … intelligent … tolle Figur … sehr ansprechend angezogen … sehr interessant … Ich könnte mich nie mit einer Frau 3 Stunden lang unterhalten, wenn nicht auch der Intellekt zu mir passen würde. Aber es wäre ja wirklich viel zu schön, um wahr zu sein, wenn ausgerechnet DIESE WAHNSINNS-­FRAU Interesse GERADE AN MIR hätte …

Dann kam ihre Nachricht.

Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ängstlich ich auf diese wenigen Worte gestarrt habe. Kommt jetzt die Absage? Sie hatte meine Zurückhaltung natürlich bemerkt und war wirklich kurz davor, es auf sich beruhen zu lassen. Sie hatte die ganze Zeit darauf gewartet, dass ich mich bei ihr melde und frage, wann wir uns wiedersehen. Aber der Depp in mir war immer noch stärker. So war SIE es, die mir dann schrieb: „Fand ich es schöner als Du?“. Wow! Der Depp war augenblicklich verschwunden und ich habe mich schon fast geschämt, dass ich nicht mutiger gewesen war. Mir wurde endlich langsam klar, was für ein Idiot ich gewesen bin. Von da an folgten viele weitere Nachrichten und Mails, aber auch weitere Telefonate. Der Ton zwischen uns wurde dabei immer vertrauter. Und: Je mehr ich den Gedanken zugelassen habe, dass sich diese tolle Frau doch ernsthaft für mich interessieren könnte, desto mehr kribbelte es in mir. Ich lächelte immer öfter in Gedanken an unser erstes Treffen und ich verstand langsam, dass auch ich mich verliebt hatte. Gut 2 Wochen später trafen wir uns wieder, dieses mal ohne Hund. Ich hatte schon seit Tagen dieses unheimlich große Verlangen, sie zu küssen, und ich hatte mir geschworen, dieses Mal nicht so zurückhaltend zu sein. Der Puls schlug mir bis zum Hals, als ich an diesem Parkplatz am Weiher auf sie zu ging, sie in den Arm nahm und sie zum ersten Mal küsste.

Was für ein Gefühl!

Ich fühlte mich so wohl dabei, und wir gingen Arm in Arm, dann Hand in Hand, dann wieder Arm in Arm. Es war einfach unglaublich. Ich wollte diese Frau nie mehr los lassen. Wir liefen ein Mal rund um den Weiher. Es war einfach wundervoll, sich mit ihr zu unterhalten. Schon da war sie zu spüren, diese grenzenlose Harmonie, dieser Gleichklang. Ich glaubte immer mehr daran, dass ich das gefunden hatte, was ich so sehr gesucht hatte: Eine Seelenverwandte, die all das verkörpert, was ich mir gewünscht hatte. Am Ende der Runde um diesen Weiher setzten wir uns noch auf eine Bank in die Sonne. Sie legte ihr Bein über meine, wir umarmten und küssten uns. Der Abschied wenige Minuten später war schwer, aber die Stimmung danach allein im Auto war unglaublich. Es ist einfach Wahnsinn, was die Liebe mit einem Menschen anstellen kann und welche Gefühle sie in Dir auslöst. Es folgten Tage und Wochen mit permanenten, total verliebten Nachrichten. Der Tag begann mit dem Gedanken an sie, und er endete mit ihr. GENAU SO muss es sich anfühlen. Genau so … Schmetterlinge! Da waren sie, Tausende!

Ja, genau darauf hatte ich so sehr gewartet.

Es ist so ein wundervolles Gefühl, mit diesem Leuchten in den Augen durch das Leben zu gehen, Liebeslieder im Radio laut mitzusingen und mit diesen wundervollen Gedanken einzuschlafen und auch wieder aufzuwachen. Vor wenigen Tagen haben wir unseren ersten Jahrestag gefeiert. Wenige Wochen nach dem ersten Kuss waren wir 4 wundervolle Tage in Prag. Drei Monate später verbrachten wir 8 absolut geniale Tage in New York. Dann das erste gemeinsame Weihnachten, der erste gemeinsame Jahreswechsel. Aber natürlich gab es dann irgendwann auch den ersten Streit, und auch den zweiten. Aber auch da wurde schnell klar, dass wir es nicht lange ertragen können, wenn die Harmonie zwischen uns gestört ist. Wir haben zum Glück vergeblich darauf gewartet, dass uns irgendetwas am Anderen auffällt, das wir nicht tolerieren können. So etwas zeigt sich ja meistens erst dann, wenn man sich nach vielen Wochen oder sogar Monaten eben nicht mehr nur von seiner Schokoladenseite zeigt und wenn man beginnt, den Alltag miteinander zu leben. Nach diesem ersten Jahr kann ich immer noch sagen: Ich habe meine Traumfrau gefunden, und ich werde sie nie wieder her geben. Es ist dabei wie in jeder Partnerschaft: Es gibt wunderschöne Tage, und es gibt auch weniger schöne Tage.

Es gibt Hochs und Tiefs. Aber diese Hochs überwiegen bei weitem.

Es gibt nichts Schöneres für mich, als mit dieser Frau im Arm abends einzuschlafen, sie nachts neben mir zu spüren und sie am morgen zärtlich zu küssen. Ich kenne ihre Macken, und sie meine. Wir machen permanent Pläne, für den Urlaub und auch für unser weiteres, gemeinsames Leben. Unsere Kinder haben den neuen Partner längst akzeptiert. Sowohl Verwandte als auch Freunde haben verstanden, dass wir uns gesucht und gefunden haben, und sie freuen sich aufrichtig für uns. Wir laufen seit jenen ersten Tagen mit einem Lächeln durch die Welt und Jeder kann uns ansehen, wie glücklich wir sind. Es ist dieses Leuchten zwischen uns, das es für mich so einzigartig macht. Es ist dieses Leuchten in ihren Augen, das mich so wahnsinnig glücklich macht und das mir immer wieder zeigt, wie sehr sie mich liebt. In wenigen Wochen fahren wir zu Zweit an die Ostsee. Im August fliegen wir mit unseren Töchtern in die Karibik. Wir leben unseren Traum. Wir danken Parship dafür, dass wir zueinander gefunden haben. Wir denken gerne an unsere Anfänge zurück und an das, wie alles begann.“