Du bist mein Hauptgewinn

23.01.2015 Jana Bogatz

Thomas (36, Jurist) aus Bayern lernte mit Parship.de Stefanie (32, Lehrerin) ebenfalls aus Bayern kennen. Beide haben uns geschrieben.

So verliebten sie sich:

© privat

Stefanie: „An Weihnachten dachte ich mir wieder mal, wie trostlos doch das Single-Leben ist. Andere in meinem Alter feierten Weihnachten mit dem Partner, und ich saß hier einsam, obwohl ich auch nicht alleine in meiner Wohnung sein wollte, die zum einen 70 km vom Heimatdorf, über dessen Postleitzahl ich mich auch bei Parship angemeldet habe, entfernt liegt. Sie befindet sich in einer zwar schönen, aber dennoch sehr langweiligen Gegend Bayerns. Im Fernsehen lief Werbung von Parship ‚You take me away, cause you are beautiful‘. Dieses Lied gefiel mir schon länger, und so meldete ich mich einfach mal an. Doch dann fuhr ich über Silvester zum Skifahren und vergaß die Mitgliedschaft schon wieder. Am 12.01., als ich meine E-Mails abrief, kam eine Mail von Parship, ich hätte neue Post.

Natürlich wusste ich nicht mal mehr meinen Nickname, er fiel mir aber durch Grübeln wieder ein. Ich hatte ja Post, sogar von zwei Männern. Also dachte ich mir, ich mache jetzt etwas Verrücktes und bezahle meinen Premium-Account für ein halbes Jahr.

Der erste Kontakt

Der eine wohnte mir zu weit weg, schließlich hatte ich ja vor, mich beruflich wieder in meine Heimat zurückversetzen zu lassen, nur im Schuldienst geht dies nicht so einfach. Da will ich mich doch nicht mit jemand verabreden, der genau in der entgegengesetzten Richtung wohnt. Die zweite Mail war schon interessanter, besonders als ich Thomas‘ Wohnort las, mein verhasster Arbeitsort. Ich schrieb zurück, denn die Mail gefiel mir, sagte aber, dass es mich wieder in die Heimat zieht. Doch es schien ihm nichts ausgemacht zu haben, denn zwei Stunden später lag die nächste Mail im Briefkasten. Insgesamt wurden an diesem Tag von uns beiden fünf Mails verschickt, denn am nächsten Tag startete ich mit meiner Freundin zu einer Tagesskitour. Auch dort gingen mir, trotz toller Schneelage und meinem Lieblingshobby Skifahren, Thomas‘ Mails nicht mehr aus dem Kopf. Am Montag konnte ich es nach der Schule kaum erwarten, dass ich an meinen PC kam um bei Parship nach Mails zu suchen. Und sie war da, mit Handynummer und der Bitte um einen Anruf und um ein Treffen am selben Tag. Da ich vom Vortag noch ziemlich erschöpft war, hielt ich erstmal einen ausgedehnten Mittagsschlaf und bereitete anschließend meinen Unterricht für den nächsten Tag vor, da ich zwei Zusatzstunden bekommen hatte. Erst dann rief ich die Nummer an, eine sympathische Stimme meldete sich und sagte mir, dass sie meinen Anruf kaum noch erwartet hatte, und wir verabredeten uns eine Stunde später.“

Thomas erzählt seine Sicht:

„Meine Mitgliedschaft bei Parship stand kurz vor dem Ende. Zwei Wochen waren von den sechs Monaten noch übrig. Vom bisherigen Verlauf meiner Mitgliedschaft war ich etwas enttäuscht. Ich hatte bis dahin so einige Kontaktanfragen verfasst. Der Kontakt wurde jedoch nur zu einem Teil der Anfragen aufgenommen. Es waren durchaus interessante Kontakte dabei. Der ganz überwiegende Teil verblieb aber aus den verschiedensten Gründen bei einem freundlichen Gedankenaustausch, der irgendwann beendet wurde. Fünfmal mündete der Kontakt in einem Treffen. Der viel beschworene Funke wollte jedoch in keinem Fall überspringen. Deshalb hatte ich mich schon entschieden, meine Mitgliedschaft nicht zu verlängern. Dennoch wollte ich am Wochenende, den 12., die verbliebene Zeit nochmals nutzen, um eine größere Anzahl von Kontaktanfragen zu versenden.

Die Ausbeute war auch diesmal nicht anders. Nur mit einem Unterschied: Diesmal war für mich der Hauptgewinn dabei. Nach nicht einmal drei Stunden meldete sich Steffi. Von den Interessen waren wir uns sehr ähnlich, auch wenn die Matching-Punkte nur eine mittlere Übereinstimmung auswiesen. Noch am gleichen Tag wurde der Kontakt über mehrere E-Mails hinweg vertieft. Da wir auch nur wenige Kilometer auseinander wohnten und sogar in der gleichen Stadt arbeiteten, verabredeten wir uns kurzerhand bereits für den 14.01.2008 zu einem Blind-Date. Fotos hatten wir vorher nicht ausgetauscht.“

Eine gemeinsame Zukunft

Beide: „Am 14.01.2008, trafen wir uns also zu einem gemeinsamen Abendessen. Wir waren uns auf Anhieb sympathisch. Das erste Treffen dauerte fast sechs Stunden. Wir unterhielten uns über Gott und die Welt. Die Zeit verging wie im Flug. Aus Rücksicht auf das Personal beendeten wir unser Treffen kurz nach Mitternacht. Wir waren auch schon längere Zeit die letzten Gäste in dem Lokal. So verabredeten wir uns zwei Tage später zu einem weiteren Treffen, diesmal bei Thomas. Da wir beide als Hobby in unserem Profil das Kochen angegeben hatten, entschieden wir uns zu einem ‚Harmonietest in der Küche‘. Thomas sorgte für Nudeln und bereitete das Dessert zu, Steffi kochte die Soße. Die Zusammenarbeit klappte super, und das Essen war sehr gut. Danach saßen wir wieder stundenlang zusammen und unterhielten uns. Dabei stellten wir fest, dass unsere Vorstellungen vom Zusammenleben und von der Zukunftsplanung praktisch deckungsgleich sind. Je länger wir uns unterhielten, desto mehr Übereinstimmungen kamen zum Vorschein. Der Funke sprang über. Gegen Mitternacht war dann das Eis zwischen uns endgültig gebrochen. Wir lagen uns in den Armen und küssten uns. Leider war es ein Wochentag, denn die Schule beginnt bei uns bereits um 7.30 Uhr, und wir mussten uns schweren Herzens verabschieden, natürlich nicht ohne ein Treffen für den nächsten Abend bei Steffi zu vereinbaren.

Von da an ging es sehr schnell. Wir lernten uns immer besser kennen, schätzen und lieben. Bereits in der ersten Woche stand für uns fest, dass wir zusammen gehören und nicht mehr ohne den anderen sein wollen. Am Samstag gingen wir gemeinsam ins Kino und in eine Disco. Das war aber gleichzeitig auch die Vorbereitung auf eine Woche der Trennung. Denn Steffi fuhr mit ihrer Schule eine Woche ins Skilager. Die Woche fiel uns beiden sehr schwer. Wir tauschten aber jeden Tag mehrere SMS aus. Morgen, vielleicht aber auch noch heute, werden wir uns wieder sehen und die lange, fast unerträgliche Zeit der Trennung beenden.

Wir freuen uns auf unsere gemeinsame Zukunft.“

Stefanie und Thomas haben sich am 8. Mai 2009 das Ja-Wort gegeben – das gesamte Parship-Team gratuliert herzlich!