Sie schlief ein beim ersten Date

Jürgen (47, Beamter) aus Köln traf mit Parship.de Melanie (40, Vorstandsassistentin) aus Gelsenkirchen. Jürgen beschreibt uns ihr Kennenlernen:

So verliebten sie sich:

© privat

Ganz schön viele Fragen, die man beantworten kann und sollte, wenn man sich bei Parship anmeldet. Mir hatte das Portal gefallen, weil ich das Gefühl hatte, dass es seriös und niveauvoll ist und weil es Ansprüche stellt. Der Einstieg hatte das für mich bestätigt, man hatte sich offensichtlich viele Gedanken gemacht und auch Hilfestellungen ausgearbeitet, damit man ein gutes, ehrliches Profil erstellen kann.

Es gab viele Fragen zu beantworten, Fragen, die man sich selbst erst mal stellen muss: Wo stehe ich überhaupt? Und wie beantworte ich sie, um meine Partnerin zu finden, die sich möglichst die gleichen Gedanken macht? Was schreibe ich in mein Profil? Ehrlich, ein bisschen witzig und originell sollte es sein und man darf ruhig ein bisschen von sich Preis geben, denke ich. Halt schreiben, was nicht jeder schreibt. Es hat erstaunlich gut funktioniert, denn nachdem ich mein Profil freigegeben hatte, haben sich viele interessante Frauen gemeldet. Es hat Spaß gemacht, viele Leute kennen zu lernen, ein bisschen zu ‚quatschen‘, aber auch mit einigen näher in Kontakt zu treten und einige Mails zu schreiben oder später auch zu telefonieren. Wobei es nicht einfacher wird, wenn man mehrere Möglichkeiten hat, sich zu entscheiden, mit wem man sich intensiver beschäftigen möchte.

Und doch fängt es da plötzlich bei einer doch etwas mehr was an zu kribbeln, als bei den anderen. Da gab es eine süße Kleine, die auch noch ein bisschen frech war. Melanie aus Dortmund. Dortmund?? Ich wohne doch in der Nähe von Verliebt mit Parship - Erfolgsgeschichte von Jürgen und Melanie 2Köln, Google Maps sagt 86 km, puh. Keine Weltreise, aber für eine Beziehung schon recht weit… Und – die Kleine war wirklich klein. 160 cm, ach nein, 161 cm, tschuldigung Mel. Das macht genau 34 cm Unterschied nach oben. Wie sich später herausstellte, bietet das ein ungehöriges Potenzial, kleine liebe Sticheleien zu verteilen. In beide Richtungen wohlgemerkt. Alles war sehr aufregend und ich war sehr neugierig.

Vom vertrauten Schreiben zum Telefonieren

Viele Mails später und mit einem lauten ‚Pabum, Pabum‘ in der Brust habe ich das erste Mal Melanies Nummer gewählt. Obwohl wir im Schreiben schon sehr vertraut waren, mussten wir uns am Telefon erst wieder einmal entfremdeln, was aber recht schnell ging. Für die folgende Zeit empfehle ich jedem ein Telefon mit einem Headset, denn die vielen Stunden, die man über sich, sein Leben, den lieben Gott und das Universum redet, sind im Idealfall spannend, witzig, interessant, prickelnd und sie machen immer mehr Lust auf mehr. Was für eine schöne Zeit. Schmetterlinge kommt her, in meinem Bauch ist viel Platz… Am Tag des ersten Treffens ist Melanie von Dortmund nach Gelsenkirchen umgezogen. Perfektes Timing für ein erstes Rendezvous, aber anders ging es irgendwie nicht. Bis 2 Uhr in der Nacht und dann wieder ab 6 Uhr morgens hat sie geschleppt und geräumt. Um 15 Uhr stand ich auf der Matte und die Wohnung sah aus, als wenn Melanie schon ewig dort wohnen würde. Das hat mich sehr beeindruckt. Ich wusste: Wenn mal ein Umzug ansteht, ist sie auf jeden Fall zu gebrauchen. Auf dem Weg zu ihr war ich stolz darauf, entspannt zu sein. Wie cool…

 

Eine kleine Überraschung

Verliebt mit Parship - Erfolgsgeschichte von Jürgen und Melanie 3Die letzten 6 km änderte sich das allerdings schlagartig und zwar genau in dem Moment, als das erste Mal der Städtename Gelsenkirchen auf einem Autobahnschild auftauchte. Da war es wieder ‚Pabum, Pabum‘. Viel zu schnell war ich da, viel zu schnell stand ich vor der Tür, tatsächlich fand ich die Klingel… und dann die Treppen rauf: Da war sie die Kleine. Den Kopf nach unten schaute mich ein süßes Gesicht durch die damals noch etwas fussigen Haare an. So groß sind also 160 cm – ääh 161 cm. Eins war schnell klar: In Zukunft werden wir Treppenstufen lieben. Es war einfach mit uns, gleich von Anfang an. Einem fremden Menschen fast ohne Scheu zu begegnen, immer im Hinterkopf, dass man vielleicht einen großen Teil seines Lebens mit ihm teilen wird, von Sorgen erzählen, mit ihm intim sein wird, das ist sehr aufregend und die Hormone schlagen Purzelbäume. Und Willi war ja auch noch da. Weiß und ein bisschen schwarz war der Kater und er mochte mich sofort. Puh, Glück gehabt.

Schnell konnten wir an unsere Gespräche am Telefon anknüpfen. Die Zeit verging wie im Flug und es gab noch so viel zu erzählen. Aber wir sollten noch genügend Gelegenheiten dazu haben. Etwas unangenehm für Melanie, aber ich muss es trotzdem erzählen, weil es zu unserer Geschichte gehört: Auf dem Rückweg vom Italiener, in dem wir zu unserem ersten Date waren, ist sie im Auto vor Erschöpfung eingeschlafen. Ein Umzug und ein erstes Date an einem Tag macht man halt nicht mal so eben, auch meine Melanie nicht. Ich fand es sehr süß, ich muss jedes Mal schmunzeln, wenn ich daran denke. Dann eine Umarmung zum Abschied, aber keinen Kuss. Es war genau richtig, dort und zu diesem Zeitpunkt. Das westfälische Temperament steht in krassem Widerspruch zum kölschen Karneval – das war mir klar. Zum Glück war ich selbst mal Westfale, bevor ich vor 25 Jahren an den Rhein gezogen bin. So lange dauert es aber auch erfahrungsgemäß bis man versteht, was in der Zeit hier so passiert.

 

Feuerprobe im Karneval

Für eine Belastungsprobe war deshalb der Rosenmontag in Köln für einen ersten Besuch von Melanie ideal. Für mich war es auch kein Problem, dass ich sie zuerst darauf hinweisen musste, ein Kostüm nach Köln mitzubringen. „Das Verliebt mit Parship - Erfolgsgeschichte von Jürgen und Melanie 4macht man hier Rosenmontag so, sonst fällt man auf“, habe ich gesagt. So kam dann bald schon eine Fee zu mir in die Wohnung, bevor wir uns in die Innenstadt aufmachten. Das Wetter war in Köln am 07.03.11 toll, Sonnenschein, nicht zu kalt und wir haben ein schönes Plätzchen am Gürzenich ergattert. Ich hatte selbst den Rosenmontagszug lange nicht gesehen und mit dem blauen Himmel und den bunten Kostümen war es ein schöner Rahmen für uns beide. Genau dort habe ich Melanie das erste Mal geküsst. „ICH habe SIE geküsst“ trifft das schon, denn in Köln sagt man dazu an den Tagen „Bützen“, das ist hier ausdrücklich erlaubt. Ich wollte sie schließlich damit vertraut machen und ich glaube, es hat ihr gefallen. Der 07.03.11 ist der Tag, seitdem wir zusammen sind. Rosenmontag 2011.

Unzählige Besuche fanden statt, unzählige Stunden, in denen wir uns alles aus unserem Leben erzählt haben und immer noch gibt es jeden Tag Dinge zu entdecken, die wir voneinander nicht wissen. Unglaublich, aber warum war das so einfach mit uns? Es ist schon so viel passiert um uns herum in dieser Zeit, aber alles, was mit uns zu tun hat, war gut und es ist gut. Ein Jahr ist so lang und doch so kurz. Es wird nun Zeit, noch ein Stück näher zusammen zu rücken. Wir werden bald in Köln zusammenziehen. Wir sind uns sicher, dass wir gut miteinander auskommen werden, auch wenn der Alltag uns einholt. ‚Und nach dem Umzug lade ich dich zum Italiener ein und ich streichle dein Gesicht, wenn du im Auto eingeschlafen bist…