Multikulti-Patchwork

21.06.2018 Jana Bogatz

Was passieren kann, wenn man auch einem Partnervorschlag eine Chance gibt, bei dem nicht alles zu 100 Prozent passt, erzählt Petra (43) aus Nettetal in ihrer Geschichte.

Verliebt mit Parship – Erfolgsgeschichte von Petra und Erwin
© privat

Ich habe mich Ende 2016 von meinem damaligen Lebensgefährten getrennt und war danach erstmal auf einer anderen Dating-Plattform angemeldet. Aber dort habe ich nur wenige Männer kennengelernt, mit denen sich eine längere Unterhaltung gelohnt hat. Sehr viele sind dort nur auf Abenteuer aus. Deshalb habe ich im Mai 2017 den Schritt gewagt und mich bei Parship angemeldet. Auf Parship war es toll, Partnervorschläge zu bekommen, die vom Profil her sehr gut zu mir passen könnten. Mit ein paar Männern habe ich mich gut per Nachrichten unterhalten. Neben dem Besuch verschiedener Profile aus meiner Vorschlagsliste habe ich auch immer im Auge behalten, wer mein Profil besucht hat. Und einige Male war Erwin dabei. Sein Profil klang für mich sehr interessant – zumindest die Teile, die ich auf Niederländisch lesen und verstehen konnte.

Aber es gab auch Punkte, die mich skeptisch sein ließen…

Er wohnte über 100 km weg und fuhr Motorrad. Letzteres käme für mich nie in Frage. Eines Tages habe ich mich dazu entschlossen, ihm zumindest mal ein Lächeln und Zugriff auf meine Fotos zu senden – verbunden mit der Frage, ob er einigermaßen Deutsch verstehen und sprechen kann. Drei Stunden später war mein Lächeln erwidert und auch ich konnte seine Fotos sehen. Die erste Nachricht war in fließendem Deutsch – einer intensiven Kommunikation stand also nichts mehr im Wege. Und kommuniziert haben wir ab diesem Moment reichlich. Erst über die Nachrichten-Funktion, dann über Messangerdienste und irgendwann auf allen Kanälen fast rund um die Uhr.

Die Gemeinsamkeiten waren von Anfang an sehr groß

Wir sind beide Familienmenschen, haben jeweils ein ausländisches Kind in Pflege genommen. Wir lieben Fußball und müssen uns noch nicht einmal bei Länderspielen in unterschiedliche Kurven stellen, da wir beide die niederländische Elftal supporten. Musikalisch liegen wir größtenteils auf einer Wellenlänge und gute Filme sehen wir auch beide gerne. Leider sind wir uns nicht immer einig, was ein guter Film ist und was nicht… Nach 10 Tagen haben wir uns zum ersten Mal an einem Golfplatz in Geldern getroffen. Es war ein sehr heißer Juni-Tag, so dass wir uns ein schattiges Bänkchen gesucht und sehr, sehr viel geredet haben. Der Funke ist sofort übergesprungen und wir haben viel miteinander gelacht. So verflog die Zeit im Nu und wir mussten wieder auseinandergehen, da ich noch einen Termin hatte. Bei der Verabschiedung auf dem Parkplatz haben wir uns zum ersten Mal geküsst – ein kleiner Kuss nur, der aber aus Herz und Kopf nicht mehr auszulöschen war. Nur drei Tage später sind wir in unser erstes gemeinsames, verlängertes Wochenende gestartet – und haben danach nie wieder ein Wochenende ohne einander verbracht… in der Zwischenzeit seit fast 10 Monaten. Die Familien haben wir einander bereits in den ersten Tagen vorgestellt, denn wir wussten beide direkt, dass wir den Rest unseres Lebens zusammen verbringen wollen.

Im Dezember 2017 haben wir gemeinsam ein Haus in meiner Heimatstadt gekauft

Erwin hat dafür sein Haus in den Niederlanden verkauft und wohnt seit Februar bei uns. Am 30. April bekommen wir endlich die Schlüssel zu unserem neuen Heim, in den viel Platz für unsere große Multikulti-Patchwork-Familie ist. Und im September läuten schließlich die Hochzeitsglocken für uns. Die kurze Zeit auf Parship hat also nachhaltig unsere Leben verändert und das große Glück zu uns gebracht.