Schlaflos in Shanghai

Wolfgang (36, Wirtschaftsingenieur) aus München lernte mit Parship.de Monika (35, Bankkauffrau) ebenfalls aus München kennen. Beide haben uns geschrieben.

So verliebten sie sich:

© privat

„Liebe Parship’ler, ehrlich gesagt habe ich nicht allzu viele Hoffnungen in Euch gesetzt, als ich mich angemeldet habe. Tja, und dann gab’s da Monika mit 90 Punkten Übereinstimmung, und es hat tatsächlich gefunkt. Herzlichen Dank von uns beiden. Manchmal muss man dem Glück halt doch etwas auf die Sprünge helfen …Viele Grüße Wolfgang“

Kurz darauf folgte Post von Monika: „Liebe Parship’ler, das ist doch typisch ‚männlich‘: schreibt knappe zwei Sätze zu einer schon

fast hollywoodreifen Geschichte! (‚Sleepless in Shanghai‘ oder ‚E-Mail from Asia‘?) Unsere Story ließe sich noch ein wenig ausschmücken, hier also meine Version: Ich war seit Mai 2002 Mitglied bei Parship und im vergangenen Sommer bereits sehr aktiv auf der Suche. Dabei habe ich mich mit vielen ‚Kandidaten‘ getroffen (auch deutschlandweit), die fast ausnahmslos sehr sympathisch waren. Ein paar habe ich auch zwei-, dreimal gesehen, es hat halt nur nicht gefunkt. Dennoch möchte ich an dieser Stelle erwähnen, dass die Interessen und Lebenseinstellungen gepasst haben, was für die Qualität der Matching-Punkte spricht! Die Erfahrung hat mir gezeigt, dass lange Rummailerei, selbst mit Austausch eines Fotos, fast Zeitverschwendung ist. Das persönliche Gespräch am Telefon und insbesondere ein Treffen ist für mich das Wesentliche. Es dauert in der Regel nur Sekunden, herauszufinden, ob die berühmte ‚Chemie‘ stimmt oder zumindest sich entwickeln könnte. Dieses Gefühl kann keine Mail vermitteln.

Glühwein-Date am Weihnachtsmarkt

Nach den zahlreichen interessanten, aber erfolglosen Kontakten hatte ich Ende November die Nase ziemlich voll. Dann tauchte Wolfgang auf. Na, dachte ich mir, 90 Matching-Punkte, das hatte noch niemand, dem jungen Herren sollte ich doch noch eine Chance geben. Ich schickte Wolfgang bereits im ersten Mail mutig meine Telefonnummer und schlug sofort ein Telefonat vor (in der Hoffnung, dass diese offensive Haltung nicht abschreckend wirken würde … so von wegen Jagdinstinkte wecken etc. …). Glücklicherweise folgte Tags drauf sofort die Reaktion, dem 2-stündigen Telefonat folgte ein Glühwein-Date am Weihnachtsmarkt! Treffpunkt war am Marienplatz, 18 Uhr. Ach, dachte ich mir, da bin ich um 20 Uhr daheim und kann Weihnachtskarten schreiben! Mmhhm, aus dem Glühwein wurden zwei, ein Kaffee, ein Wasser und 2 Glas Rotwein … aus 20 Uhr daheim wurde Mitternacht! Ein sehr netter Abend!!??!!

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt

Jetzt begann das Warten, meldet er sich noch mal? Klar war: ICH durfte ihn doch jetzt nach allen Regeln der klassischen Rollenspiele auf keinen Fall anrufen! Und es waren nur noch ein paar Tage bis Weihnachten, wo jeder in die Heimat fuhr! Puh, Wolfgang rief 3 Tage (erst 3 Tage!) später an, und wir trafen uns mittags schnell auf einen Kaffee. Leider war er schon fürs Wochenende verplant, ich flog aber Sonntagabend zu meiner Familie. Wir schafften ein weiteres Treffen – ganz romantisch – am Flughafen! Telefonate und SMS begleiteten die Weihnachtstage. Zu meiner großen Freude holte mich Wolfgang überraschend bei meiner Rückkehr am Flughafen ab. Es knallte an jenem Abend endgültig, am 29. Dezember 2002. Und zwar nachdem mir Wolfgang ‚gebeichtet‘ hatte, dass er für 9 Monate beruflich nach Shanghai ginge … Na super! Aber ich dachte mir, für einen eingefleischten Single wie mich wäre so eine Beziehung auf Entfernung vielleicht gerade der richtige Einstieg. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt! Und besser eine Beziehung auf Distanz als gar keine!

Das Honeymoon-Palmen-Paradies

Die Zeit, die wir zusammen haben, geben wir Vollgas und versuchen, die Zeit ‚aufzuholen‘, die wir uns nicht sehen. So im 3- bis 5-Wochen-Rhythmus haben wir es bisher geschafft, die Distanz Shanghai-München zu überbrücken – Lufthansa wird’s uns hoffentlich danken! Für Ostern war meine 3-wöchige Visite in China geplant, von der ich mich auch trotz SARS nicht abbringen ließ. Nach einer Woche Shanghai sind wir spontan nach Bali geflogen. Auch hier: hohe Flexibilität ohne Meinungsverschiedenheiten! Das Honeymoon-Palmen-Paradies war allerdings keine schlechte Alternative zur geplanten Trekking-Tour … Die Wochen intensiven Zusammenseins haben unsere Beziehung gefestigt. Davon abgesehen sind Telefon und E-Mail natürlich hilfreiche Mittel, den Kontakt zu halten. Ich bin überzeugt, dass wir so auch erfolgreich die nächsten Monate überbrücken werden!

Vielen Dank auch von meiner Seite! Wir machen kräftig Werbung für Parship und wünschen Euch weiterhin viele tolle Erfolgsstorys! Viele Grüße Monika“

Monika und Wolfgang haben am 5. Mai 2004 geheiratet. Tochter Amelie wurde am 1. Juli 2006 geboren. Am 29. Juni 2010 machten die Zwillinge Isabel und Helene die Familie komplett.