Liebes-Multi-Kulti – jeder fünfte Deutsche liebte bereits international

Lifestyle  |  17. August 2017

Liebe kennt keine (Staats-)Grenzen: Knapp jeder fünfte Deutsche war schon einmal nationenübergreifend liiert (19 Prozent). Weitere 14 Prozent führen aktuell eine Beziehung mit einem Partner, der ursprünglich nicht aus Deutschland stammt. Die Mehrheit war allerdings noch nie in einer binationalen Partnerschaft (67 Prozent). Je jünger die Deutschen, desto internationaler die Liebe: Während 43 Prozent der 18- bis 29-Jährigen ihr Herz an einen Partner einer anderen Kultur verloren haben oder hatten, trifft das gerade mal auf 23 Prozent der 50- bis 65-Jährigen zu. Das zeigt eine aktuelle, bevölkerungsrepräsentative Umfrage von Parship (www.parship.de), der führenden Online-Partnervermittlung in Deutschland, unter rund 1.000 Bundesbürgern.

Streitgründe sind universell

Die Hauptstreitpunkte von Paaren hängen nicht von der Herkunft der Liebenden ab. Kracht es unter den Pärchen, sind die Top-3-Auslöser bei nationalen und binationalen Beziehungen identisch. Emotionen belegen Platz eins: 35 Prozent der Personen in binationaler Partnerschaft geben an, dass das Temperament oder die unterschiedliche Art, Gefühle zu zeigen, am häufigsten zu „dicker Luft“ führt. Bei den deutschen Paaren trifft das auf 39 Prozent zu. Parship-Psychologe und Single-Coach Markus Ernst weiß, wieso starke Gefühle häufig Streit entfachen: „Wer zum Beispiel wütend oder verletzt ist, kann sein Temperament manchmal nicht zügeln. Egal woher der Partner stammt: respektvoller Umgang miteinander und eine offene, klare Kommunikation sind das A und O in einer Beziehung. Einfach mal durchatmen und dem Partner dann ruhig vermitteln, was uns bewegt.“

Kommunikation und Grundsatzfragen führen zu Streit

Platz zwei überrascht: Kommunikationsprobleme trotz gleicher Sprache sind für 23 Prozent der binationalen wie auch für 29 Prozent der nationalen Liebenden ein Grund für Zwist. Etikette, Konsumverhalten oder Zusammenleben: Jedes fünfte binationale Paar bekommt sich wegen solcher Grundsatzfragen in die Haare (21 Prozent), bei den nationalen sind es 27 Prozent. Auffallend: Unterschiedliche religiöse Ansichten zählen bei multikulturellen (5 Prozent) sowie deutschen Paaren (4 Prozent) zu den am wenigsten genannten Gründen für Konflikte.Sie also mutig zeigen, dass Sie flirten“, rät Eric Hegmann, Single-Coach und Parship-Experte. „Die meisten Flirts scheitern, weil Ihr Gegenüber Ihre Signale übersieht. Mindern Sie Ihren Sicherheitsabstand, halten Sie den Blickkontakt noch etwas länger und wagen Sie den ersten Schritt.“

Das Ranking im Überblick

In vielen Partnerschaften stammen die Partner aus zwei unterschiedlichen Ländern (=binationale Partnerschaft). Welche der folgenden Aussagen trifft auf Sie zu?

 GesamtMännerFrauen 

Ich habe schon einmal eine binationale Partnerschaft geführt.

19 %20 %17 % 

Ich führe aktuell eine binationale Partnerschaft.

14 %14 %14 % 

Ich habe noch keine binationale Partnerschaft geführt.

67 %66 %69 % 
n=1.004

In vielen Partnerschaften stammen die Partner aus zwei unterschiedlichen Ländern (=binationale Partnerschaft). Welche der folgenden Aussagen trifft auf Sie zu?

 18-29 Jahre30-39 Jahre40-49 Jahre50-65 Jahre

Ich habe schon einmal eine binationale Partnerschaft geführt.

25 %20 %19 %14 %

Ich führe aktuell eine binationale Partnerschaft.

18 %18 %14 %9 %

Ich habe noch keine binationale Partnerschaft geführt.

57 %62 %67 %77 %
n=1.004

Unabhängig davon, ob Sie in einer binationalen Partnerschaft gelebt haben oder nicht. In keiner Beziehung herrscht immer Harmonie. Was waren die Hauptgründe für Streitigkeiten zwischen Ihnen und Ihrem Partner? Wenn Sie aktuell Single sind, denken Sie bitte an Ihre letzte Partnerschaft zurück. Bitte wählen Sie bis zu 3 Antworten aus.

 Deutsche PaareBinationale Paare

Unterschiedliches Temperament / unterschiedliche Art, Gefühle zu zeigen

39 %35 %

Kommunikationsprobleme (trotz gleicher Sprache)

29 %23 %

Unterschiedliche Einstellung in Grundsatzfragen (wie Etikette, Konsumverhalten, Zusammenleben, etc.)

27 %21 %

Sonstiges

27 %25 %

Unterschiedliche Vorstellung von Partnerschaft

18 %11 %

Unterschiedliche Vorstellung von Kindererziehung

14 %10 %

Unterschiedliche Vorstellung von Sexualität

11 %13 %

Unterschiedliche Vorstellung von Nähe zur Herkunftsfamilie (Eltern, Geschwister, etc.)

9 %12 %

Konflikte aufgrund von unterschiedlichen kulturellen Traditionen

7 %12 %

Unterschiedliche Vorstellung von Geschlechterrollen

6 %10 %

Kommunikationsprobleme aufgrund von unterschiedlichen Sprachen

5 %11 %

Konflikte aufgrund von unterschiedlicher Religion / unterschiedlicher Religiosität

5 %4 %
n=816; davon 678 deutsche Paare und 138 binationale

Informationen zur Studie
  • Art der StudieBevölkerungsrepräsentative Parship-Studie 2017
  • MethodeOnline-Befragung
  • TeilnehmerSingles und Paare zwischen 18 und 65 Jahren
  • Fallzahl1.004 Personen, davon 694 in Beziehung lebend
  • ErhebungszeitraumJuni 2017
  • InstitutInnofact AG
  • Region/Stadt/LandDeutschland