Vertrauen aufbauen: Tipps für die wichtigste Basis einer Beziehung

13.10.2021 Antonia Müller

In der Psychologie ist Vertrauen das Gefühl und der Glaube daran, dass alle Aussagen und Handlungen des anderen wahr sind. Vertrauen liefert in einer Beziehung somit die Grundvoraussetzung, über die wir uns mit Menschen emotional verbunden fühlen und die uns die Sicherheit gibt, selbst Persönliches und Privates miteinander zu teilen. Vertrauen aufzubauen, ist nicht nur deswegen so wichtig, weil es zwei Menschen zu gegenseitiger Loyalität ermutigt, sondern auch das Gefühl vermittelt, sich blind auf den Partner verlassen zu können – und das geraden an den Punkten, wo wir uns selbst am verletzlichsten und verwundbarsten fühlen.

Vertrauen aufbauen ist daher auch kein leichter, aber notwendiger Prozess gerade zu Beginn einer Beziehung. Umso schwieriger ist es aber auch, das Vertrauen zurückzugewinnen, wenn dies einmal ausgenutzt, verletzt oder hintergangen worden ist. Wir geben dir ein paar wichtige Tipps an die Hand, wie du Vertrauen in der Beziehung aufbaust und auch, wie zerstörtes Vertrauen wieder zurückgewonnen werden kann.

Vertrauen lernen in der Beziehung: Wichtige Schritte und Tipps

Oft verrät uns schon zu Beginn unser Bauchgefühl, ob wir unserem Gegenüber vertrauen können oder nicht. Doch im Hormonrausch ist man schnell einer Täuschung unterlegen. Vertrauen aufbauen kann man aber auch lernen. Und gerade in der Liebe ist Vertrauen herstellen ein Prozess, der dauerhaft gepflegt werden muss. Wir verraten euch sieben wichtige Schritte und Tipps, wie ihr fundiert Vertrauen aufbaut, um so das Fundament eurer Liebe zu festigen.

  1. Miteinander reden
    „Miteinander reden hilft“ ist wohl der älteste Expertentipp in Sachen Paarberatung. Kommunikation ist nun mal das A und O einer glücklichen Partnerschaft. Wer seine Gefühle und Gedanken nicht mitteilt und vielleicht sogar aufgestauten Frust und Ärger in sich hineinfrisst, hat kaum Chancen, Vertrauen in der Beziehung herzustellen. Ein offenes, sachliches und direktes Gespräch hilft, das Vertrauen zu stärken und Missverständnisse zu umgehen.

  2. Zuhören lernen
    Auch Aufmerksamkeit ist ein großer Vertrauensbeweis. Wenn du deinem Partner richtig zuhörst und auch bei Problemen ein offenes Ohr für ihn hast, wächst das Vertrauen in dich. Schließlich signalisierst du damit auch, dass du ernsthaft Anteil an deinem Gegenüber nimmst und an dem, was ihn bewegt.

  3. Sei offen, ehrlich und authentisch
    Sag offen und ehrlich was du denkst, meinst und fühlst – und das bereits von Beginn an. Dazu gehört auch, eigene Wünsche, Erwartungen und Bedürfnisse mitzuteilen und diese nicht als selbstverständlich anzusehen. So umgehst du Geheimniskrämerei oder Enttäuschungen, wenn alles nicht so läuft, wie von dir erwartet. Wichtig ist, dass du dabei authentisch bleibst. Nur dann weiß auch der Partner, woran er bei dir ist und kann dir vertrauen.

  4. Verlässlich sein
    Beidseitiges Vertrauen wird auch durch Zuverlässigkeit gestärkt. Zeig deinem Partner in schwierigen Situationen, dass auf dich Verlass ist. Auch Loyalität ist eines der größten Zeichen an Wertschätzung und stärkt Gefühl, dem Partner vertrauen zu können.

  5. Zweisamkeit pflegen
    Vertrauen baut sich vor allem durch gemeinsame Unternehmungen oder Aktivitäten auf. Wenn euch kein gemeinsames Hobby oder eine Sportart verbindet, sucht euch Auszeiten, wie ein romantisches Candle-Light-Dinner, Ausflüge in die Natur oder einen Spaziergang. Paare, die ihre Zweisamkeit nicht pflegen, verlieren schneller das Vertrauen in die Partnerschaft.

  6. Freiräume gewähren
    Auch ein gesundes Nähe-Distanz-Verhältnis kann das Vertrauen in einer Beziehung festigen. Ein Partner, der klammert, eventuell sogar eifersüchtig ist und alle Aufmerksamkeit des anderen benötigt, bewirkt häufig das Gegenteil: Er schlägt seinen Partner in die Flucht und das Vertrauen kurz und klein. Vertrauen aufbauen bedeutet auch, Freiräume zu gewähren. Dazu gehört, sich auch mal mit anderen Freunden zu treffen oder einen Abend alleine zu verbringen.

  7. Am Selbstvertrauen arbeiten
    Vertrauen zum Partner haben, heißt aber auch, Vertrauen zu sich selbst haben. Ist das eigene Selbstwertgefühl geschwächt und fühlst du dich unsicher ist es sicher schwer, dem eigenen Partner, Vertrauen zu schenken. Selbstzweifel können sich auch als Zweifel an der Liebe deines Partners äußern: Bin ich gut genug? Bin ich hübsch genug? Wird er sich jemand Besseres suchen? Wenn du dein Selbstvertrauen stärkst, stärkst du automatisch auch das Vertrauen in der Beziehung.

Vertrauen aufbauen nach Lügen: Wie du es zurückgewinnst

Ein Vertrauensbruch kann vieles, was man sich über Jahre hinweg langsam aber sicher aufgebaut hat, mit einem Schlag zunichtemachen. Dabei hängt es auch von der Schwere und Art des Vertrauensmissbrauchs ab. Nach einem Betrügen (wie Fremdgehen oder Hintergehen) Vertrauen wieder aufzubauen, erfordert jedoch nicht nur vom „Täter“ jede Menge Takt- und Fingerspitzengefühl. Gerade der Betrogene muss neben der Verarbeitung des Schmerzes sich darüber im Klaren werden, ob er den Vertrauensbruch verzeihen kann oder nicht. Folgende vier Schritte sind ein erster Weg, gebrochenes Vertrauen wieder aufzubauen.

  1. Fehler eingestehen und bereuen
    Um das Vertrauen wieder aufzubauen, muss man Fehler eingestehen und auch Reue signalisieren. Neben einer Entschuldigung ist aber auch wichtig, dem verletzten Partner seine Gedanken und Gefühle mitzuteilen und vor allem zu analysieren, wie es überhaupt zu dem Vertrauensbruch kommen konnte (absichtlich oder versehentlich) und welche Beweggründe sich dahinter verbergen (ungeklärte Beziehungsprobleme).

  2. Geduldig sein
    Es braucht Zeit, wenn man Vertrauen zurückgewinnen will. Der verletzte Partner muss den Vertrauensbruch emotional verarbeiten und seine Gefühle sortieren. Außerdem sollte niemand den anderen nötigen oder drängen, voreilig Entscheidungen zu treffen.

  3. Vertrauen schenken
    Um das Vertrauen wiederherzustellen, ist es vonnöten – wie bereits oben beschrieben – auf verschiedene Weisen Vertrauen aufzubauen und sich gegenseitig zu schenken. Unter Umständen musst du einen kompletten Neustart hinlegen, um Schritt für Schritt das Vertrauen wieder aufzubauen. Gerade wer den Vertrauensbruch begangen hat, muss alle Zweifel an seinen ehrlichen Absichten aus dem Weg räumen.

  4. Chance geben: Verzeihen
    Doch nicht nur der „Betrüger“ ist einzig und allein dafür verantwortlich, dass das Vertrauen wieder hergestellt werden kann. Auch der verletzte Partner muss die Chance dazu geben und verzeihen können, wenn er an die Beziehung glaubt und wieder Vertrauen fassen will.

Vertrauen aufbauen: Eine Sache des Herzens!

„Vertrauen beginnt mit Wahrheit und endet mit Wahrheit“ ist einer der zahlreichen Sprüche übers Aufbauen von Vertrauen, der beschreibt, wie wichtig es ist, einen offenen und ehrlichen Umgang miteinander zu pflegen. Dabei zehrt das Vertrauen nicht von logischen Argumenten, sondern davon, wie sehr das Herz bei der Sache ist. Schließlich gehen Liebe und Vertrauen Hand in Hand. Denn wo keine Liebe ist, ist auch keine Wahrheit.

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