Beziehungsambivalenz: Die große Frage nach der Zukunft Ihrer Liebe

Eigentlich sollten Sie gerade auf Wolke Sieben schweben, mit Leichtigkeit und einer rosaroten Brille durchs Leben gehen. Doch trotz einer neuen Beziehung nagen immer wieder Zweifel an Ihnen: der Gedanke der Trennung lässt Sie nicht los, mischt sich in verliebte Phasen und zerstört romantische Momente. Sie stecken in einer Beziehungsambivalenz und fragen sich schon jetzt, ob Sie die Beziehung beenden sollten. Ist Ihr Partner wirklich der richtige für Sie? Mit diesen Gedanken sind Sie nicht allein. Wie Sie herausfinden, ob Sie diese Beziehung wirklich haben möchten, erfahren Sie hier.

Themen:

Beziehungsambivalenz: Bleiben oder gehen?

Eigentlich scheint alles zu passen: Während der gemeinsamen Datingphase und den langen Gesprächen haben Sie schnell gemerkt, dass Sie und Ihr neuer Partner zueinanderpassen. Sie teilen gemeinsame Werte, Hobbys oder gar direkt ähnliche Zukunftsvorstellungen. Auch das prickelnde Gefühl hat Sie anfangs übermannt, die Verliebtheitsphase dauert an. Und doch lassen Sie die Zweifel nicht los, dass irgendwas nicht stimmt. Sie sehen in der Beziehung zu einem gewissen Grad keine Zukunft, auch wenn objektiv alles perfekt scheint. Bei diesem Gefühlszustand, in dem Sie nicht wissen, ob Sie bleiben oder gehen sollen wird von einer Beziehungsambivalenz gesprochen. Denn eigentlich ist alles zu gut, um diese frische Beziehung jetzt schon in den Sand zu setzen – aber irgendwie haben Sie gleichzeitig das Gefühl, dass es zu schlecht läuft, als dass Sie bleiben möchten.

Grundsatzfragen bei Beziehungsambivalenz

Vor allem am Anfang Ihrer Beziehung ist alles neu und auch die Gefühle lassen sich manchmal nur schwer einordnen. Daher sollten Sie sich vor allem fragen „Ist es für mich wirklich eine Beziehung?“ Auch an folgenden Grundsatzfragen kommen Sie bei Zweifeln nicht vorbei. Ihr Herz wird Sie leiten:

  • Setzt sich Ihr Partner genug für Sie ein und wendet sich Ihrem Leben offen zu oder denkt er nur an sich selbst und seine eigenen Wünsche?
  • Haben Sie gleiche Auffassungen über das Leben und Ihre Zukunft oder andere Pläne im Leben?
  • Verbringen Sie gern Zeit zu zweit und können kaum voneinander ablassen oder sind Sie lieber allein?
  • Ist die Beziehung geprägt von Toleranz, Achtsamkeit und Respekt oder äußert Ihr Partner durchgängig Kritik?
  • Haben Sie verschiedene Vorlieben, die nicht zu ändern sind, oder sind Sie in Sachen Sex und Zärtlichkeit auf einer Wellenlänge?
  • Können Sie Freiräume nutzen oder engt Sie Ihr Partner zu sehr ein?
  • Reden Sie bei Auseinandersetzungen oder Meinungsverschiedenheiten aneinander vorbei oder funktioniert die Kommunikation auch bei negativen Gefühlen?
  • Fühlen Sie sich von den Forderungen Ihres Partners unter Druck gesetzt und möchten in gewissen Aspekten keine Kompromisse eingehen?

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5 Tipps bei einer Beziehungsambivalenz

Bei einer Beziehungsambivalenz besteht eine Phase der emotionalen Zerrissenheit. Leider schmerzen dabei oft beide Varianten – denn Sie wissen nicht, ob Sie eine schöne und lange Beziehung vorschnell ins Nichts laufen lassen oder an einer unglücklich weitergeführten Partnerschaft zugrunde gehen. Die folgenden Tipps können Ihnen dabei helfen, Ihrer Entscheidung näherzukommen:

  1. Machen Sie sich klar, wo das Problem liegt

Manchmal steckt das eigene Leben während der Beziehungsambivalenz in einer Sinnkrise, ganz unabhängig von anderen Menschen. Bevor Sie also eine Entscheidung im Hinblick auf Ihre frische Beziehung stellen, sollten Sie in Ruhe analysieren, warum genau Sie unglücklich sind. Es kann durchaus sein, dass es eher die Umstände als die Beziehung an sich sind – und an diesen können Sie arbeiten. Schreiben Sie sich also auf, welche Probleme Sie in Ihrer Beziehung, aber auch in Ihrem Leben gerade vom Glücklichsein abhalten. Anhand dieser Zusammenstellung sollten Sie dann reflektieren, ob das Problem beim neuen Partner oder ganz woanders liegt. Es gilt herauszufinden, was Sie im Moment bewegt und nicht zu große Erwartungen in die Liebe zu stecken. Denn das eigene Selbstwertgefühl und die Bestätigung sollten Sie nicht allein aus einer Paarbeziehung ziehen.

  1. Vertrauen Sie auf Ihr Herz und Bauchgefühl

Wenn Sie sicher sind, dass Ihr Partner und Sie keine glückliche Zukunft miteinander teilen werden, sollten Sie auf Ihr eigenes Gefühl hören und es nicht unter rationalen Gründen für die Beziehung begraben. Kein Mensch ist perfekt, aber das Positive sollte negative Aspekte überwiegen. Sie sind nicht dafür verantwortlich, Ihrem Gegenüber Schmerzen zu ersparen, viel eher sollten Sie die richtige Entscheidung für Sie beide treffen. Von einer unglücklichen Beziehung profitiert niemand. Wenn Ihr Herz also keinen Ausweg sieht, obwohl Ihr Verstand auf Zusammenbleiben plädiert, hat Ihr Gefühl Vorrang. Im umgekehrten Fall wird es komplizierter: Aber wenn Sie mit Herz hinter der Sache stehen, dann lohnt es sich immerhin zu kämpfen.

  1. Finden Sie heraus, an welchen Stellschrauben Sie drehen können

Wenn Sie explizit wissen, welche Punkte in der Beziehung ein Problem darstellen, sollten Sie sich auch überlegen, ob an diesen nicht gearbeitet werden kann. Welche realistischen Ziele könnten Sie in Ihrer Beziehung setzen, die zur Besserung beitragen würden? Gerade am Anfang wird Ihr Partner sicher bereit sein neue Dinge zu probieren und andere Wege zu beschreiten. Wenn Sie sich zum Beispiel nach mehr Action sehen, führen Sie feste Ausflugstermine ein, bei einem langweiligen Sexleben kann Spielzeug helfen und wenn Ihr Partner zu viel unterwegs ist, können Sie über feste Zeiten für Zweisamkeit nachdenken. Für viele Probleme gibt es eine Lösung – Sie müssen nur für sich entscheiden, ob Sie bereit sind, dafür zu kämpfen.

  1. Kommunizieren Sie mit Partner und Außenstehenden

Ihre Ängste und Zweifel in sich hineinzufressen ist auf Dauer keine Option. Sie dürfen Ihrem Partner Ihre Sorgen also durchaus mitteilen und sich seine Version der Probleme zu Gemüte führen. Vielleicht hat er sogar eine Idee, wie Sie gemeinsam an der Beziehungskrise arbeiten können. Auch Freunde und Ihre Familie können Ihnen an dieser Stelle helfen. Also: Suchen Sie das Gespräch, bevor die Gedanken Sie zerfressen. Und wenn all das keine Abhilfe schafft und Sie die Beziehungsambivalenz immer noch plagt, kann auch ein Therapeut unter Umständen helfen. Eine Trennung ist oft die bequemste Lösung, führt aber nicht unbedingt zum absoluten Glück.

  1. Überstürzen Sie die Entscheidung nicht

Wenn es gerade darum geht, in eine gemeinsame Wohnung einzuziehen oder gar Heirat im Raum steht, sollten Sie sich mit der Entscheidung tatsächlich nicht zu viel Zeit lassen. Aber generell gilt: Aus dem Affekt eine Beziehung, die noch Substanz hat, zu beenden, ist nicht anzuraten. Nehmen Sie sich Zeit, Ihre Entscheidung zu überdenken und beziehen Sie gegebenenfalls Ihren Partner mit ein, um Vertrauen wieder aufbauen zu können. Bei allen drängenden Entscheidungen sollten Sie Ihr Gegenüber dann etwas bremsen: Sie sind wohl so oder so noch nicht bereit die Beziehung in die nächste Ebene zu heben.

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Beziehungsambivalenz: Beziehung retten oder gehen?

Wenn Sie bereits in den ersten Zügen einer Beziehung an der Sinnhaftigkeit dieser Liebe zweifeln und nicht wissen, ob Sie sich nicht schon wieder trennen sollten, stecken Sie mitten in einer Beziehungsambivalenz. Es ist sicherlich keine schöne Lage – denn beide Optionen fühlen sich nach Verlust an. Zum Glück gibt es aber eine dritte Möglichkeit: an der Partnerschaft arbeiten. Ob Sie das wollen und gemeinsam mit Ihrem Partner bereits gefestigt genug sind, um Probleme aus der Welt zu schaffen, müssen Sie für sich und im Rahmen Ihrer individuellen Situation entscheiden. In jedem Fall sollten Sie sich für diesen Schritt genug Zeit nehmen, Ihr eigenes Herz dabei nicht vergessen und eine irrationale Trennung gegebenenfalls akzeptieren. Da draußen warten viele andere potentielle Partner und vielleicht auch jemand, mit dem diese Zweifel gar nicht erst aufkommen würden.

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