Mann und Frau stehen unglücklich nebeneinander weil die Beziehung durch einen Trennungsgrund kaputt gegangen ist

Trennungsgründe: Die 5 häufigsten Ursachen für das Scheitern

01.03.2018 Jana Weinberg

Deine Beziehung liegt in Scherben vor dir. Die Liebe zwischen deinem Partner und dir scheint in unzählige schmerzende Teile zersplittert und du fragst dich: Warum nur? Tatsächlich besteht meist ein ganz spezifischer Trennungsgrund. Selbstverständlich ist jede Beziehung einzigartig. Doch in vielen Fällen sind sich die Gründe zur Trennung vom Partner in ihren Grundzügen äußerst ähnlich.

Im nachfolgenden erhalten Sie einen Überblick über die Top-Trennungsgründe, die mithilfe unserer Parship-Studie herausgefunden worden sind. Kaum zu glauben, doch der vermeintliche Grund, der wohl jedem als erstes in den Sinn kommen mag, steht nicht an der Spitze dieser traurigen Liste.

Inhalt:

1. Das Gefühl, nicht genug geliebt zu werden

Auf Platz eins der Trennungsgründe steht für 19 Prozent der Teilnehmer unserer Parship-Studie das Gefühl, nicht genug geliebt zu werden. Körperlich teilt ihr euch wesentlich mehr als ein gemeinsames Bett, eine Couch oder eine gelegentliche Übernachtung beim anderen. Doch emotional scheint sich zwischen euch ein weites Meer aus Unantastbarkeit zu erstrecken – selbst, wenn ihr euch an ein und demselben Tisch gegenübersitzt. Einsam trotz Beziehung zu sein, ist sehr wohl möglich und für die betroffene Person äußerst belastend.

Wenn dein Partner sich dir nicht öffnen kann, dann befürchtest du ganz verständlich, dass eure Beziehung bedroht ist. Dein Partner sitzt neben dir, aber eigentlich besteht keine Verbindung.

Parship-Coach Eric Hegmann

Dabei zählt das Gefühl, nicht genug geliebt zu werden für Männer und Frauen zu den Top-Trennungsgründen.

Oft helfen keine klärenden Gespräche, die Situation und die Ängste rund um die Frage „Soll ich mich trennen?“ zu lösen. In vielen Fällen folgt also die Trennung. Das Bild des emotional unerreichbaren Mannes dominiert dabei die allgemeine Vorstellung. Doch auch Frauen können ihren Partner durch ihre Distanziertheit auf Abstand halten.

Wie reagierst du? Beziehungskiller und gleichzeitig Vorwurf an dich: Du hättest nicht genug geliebt. Zunächst einmal solltest du in dich gehen und deine Gefühle für deinen Ex-Partner ergründen. Hast du die Person wirklich geliebt? Denkst du, in deinem Gefühlsspektrum wäre noch Luft nach oben gewesen oder war es für dich die wahre Liebe? Trifft Letzteres zu, solltest du überlegen, ob du deine Gefühle wirklich so kommuniziert hast, wie du das wolltest oder ob du in Zukunft daran arbeiten musst. Bist du der Part, für den der Mangel an Liebe der Trennungsgrund war, solltest du versuchen nach vorne zu blicken. Irgendwo da draußen wartet ein neues Leben nach der Trennung und jemand, der dich genau so lieben wird, wie du dir das wünscht.

2. Trennungsgrund: „Er/Sie hat mich betrogen“

Treue ist ein hohes Gut. Die meisten Paare definieren ihre Beziehung als monogam und exklusiv, das heißt, sexuelle Kontakte, eine Affäre oder eine Außenbeziehung sind tabu, erklärt Parship-Experte Hegmann seine Erfahrungen, die er in all den Jahren als Beziehungscoach gemacht hat.

Doch dieser Wunsch nach Treue wird im Laufe vieler Beziehungen mit der harten Realität konfrontiert. Denn FremdflirtenSeitensprünge oder sogar Affären sind in langen Beziehungen keine Seltenheit. Doch wie solltest du damit umgehen? Den Partner zu betrügen bedeutet immer auch einen herben Vertrauensverlust. Sowohl für Männer als auch für Frauen ein eindeutiger Trennungsgrund: Insgesamt elf Prozent der Befragten bestätigten bei unserer Parship-Studie den Betrug als Ursache.

Tipp für den Fremdgeher: Hast du deinen Partner betrogen und bist deshalb verlassen worden, dann solltest du nach dem Beziehungsende dein eigenes Verhalten reflektieren. Wie kam es zu diesem Trennungsgrund? Hattest du es womöglich sogar auf eine Trennung angelegt? Oder ist die Person, mit der du fremdgegangen bist möglicherweise der Mensch, mit dem du zusammen sein willst? Konzentriere dich auf dich selbst.

Tipp für das Opfer: Diesen Rat sollte auch jeder beherzigen, der betrogen wurde. Es hilft dir nicht, deinem Ex-Partner nachzutrauern, zu grollen oder den Fehler bei dir selbst zu suchen.

3. Zu wenige Gemeinsamkeiten ist ein Trennungsgrund für Männer und Frauen

Auch du kennst sicherlich das Sprichwort: Gegensätze ziehen sich an. Was sexuelle Anziehung betrifft, mag das stimmen. Der Partner erscheint interessant und exotisch mit seinen unterschiedlichen Interessen. Doch für eine dauerhafte Beziehung sind Gemeinsamkeiten unerlässlich. Selbstverständlich dürft ihr eigene Hobbys haben, denen ihr eigenständig nachgeht, doch eine gemeinsame Grundlage erleichtert das Zusammenleben enorm. Im Laufe der Zeit kristallisiert sich meist heraus, wenn mangelnde Gemeinsamkeiten zum Problem werden und letztlich zur Trennung vom Partner führen.

Was tun? War der Mangel an Gemeinsamkeiten der Trennungsgrund, solltest du versuchen damit abzuschließen, den Liebeskummer zu überwinden und dich auf die Zukunft zu konzentrieren. Damit du nicht wieder in einer Beziehung landest, die an zu unterschiedlichen Interessen zerbricht, solltest du dir überlegen, was dir wichtig ist. Betrachte dein Beziehungsende und analysiere, was nötig gewesen wäre, um sie zu erhalten. Such mit entsprechenden Partnerwahl-Kriterien künftig genauer nach einem Menschen an deiner Seite, der genau diese Punkte in sich vereint.

4. Unterschiedliche Zukunftsvorstellungen als Trennungsgrund

Ein Paar kann sich noch so sehr lieben, wenn die Vorstellung von einer gemeinsamen Zukunft zu weit auseinanderklafft, stellen diese Differenzen in vielen Fällen einen triftigen Trennungsgrund dar. Und das ist manchmal sogar das Beste für beide Parteien. Es gibt insbesondere ein Thema, das Paare häufig spaltet: der einseitige Kinderwunsch. Fühlt sich der eine bereit, eine Familie zu gründen, kann der andere von diesem Punkt noch weit entfernt sein – oder ihn niemals erreichen. Heutzutage ist es keine Seltenheit mehr, dass sich Männer und Frauen offen davon distanzieren Kinder zu bekommen und auch dazu stehen. Prallen nun diese verschiedenen Grundeinstellungen aufeinander, wird es schwierig. Denn trotz Liebe und echter Gefühle wäre ein Kompromiss für jeden von beiden ein zu großes Opfer. Kein Wunder also, dass unterschiedliche Zukunftsvorstellungen für jeden zehnten Befragten unserer Parship-Studie ein Trennungsgrund ist und zur einer Trennung trotz Liebe führen.

Wie reagierst duVon allen Ursachen erweist sich diese für die Beteiligten als besonders tragisch. Denn meist haben die Partner noch immer Gefühle füreinander und vermissen den anderen schmerzlich. Trotzdem müsst ihr euch beide vor Augen halten, dass es einen essenziellen Grund für die Trennung gab und ihr miteinander auf Dauer unglücklich in der Beziehung geworden wärt. Selbst wenn ihr menschlich zueinander passt, steht ihr nun einmal an vollkommen unterschiedlichen Punkten in eurem Leben oder verfolgt völlig konträre Ziele. Sowohl für dich als auch für deinen Partner wäre es in diesem Fall nicht ratsam, auf die Wünsche des anderen einzugehen, wenn diese unvereinbar mit den eigenen sind. Am Ende schleichen sich Schuldgefühle und Frustration in die Beziehung und vergiften sie langsam aber sicher. Konzentriere dich lieber auf die Zukunft, die du dir wünscht und arbeite darauf hin.

5. Trennungsgrund: Ständiger Streit torpediert die harmonische Beziehung

Wenn sich ein Paar häufig streitet, muss dies nicht zwangsläufig zum Beziehungsaus führen.

Damit zwei Menschen zusammenbleiben, muss sie der Gedanke einen, dass es die Anstrengungen wert sind, sich immer wieder zusammenzuraufen. Die Partner müssen in diesem Punkt ähnlich viel Zuversicht und Optimismus mitbringen. Das große Gefühl, das über den kleinen Reibereien des Alltags steht, muss sagen: ‚Ich bin mir sicher, dass ich auch in fünf, in zehn Jahren noch viel Freude habe, mit dir zusammen zu sein‘.

Parship-Coach Eric Hegmann

Ständiger Streit und Beziehungskrisen sind für insgesamt acht Prozent der Befragten ein Trennungsgrund. Dabei scheinen Männer den permanenten Konflikt als noch unerträglicher zu empfinden: Für zehn Prozent der Männer wäre dies ein Trennungsgrund, dagegen stellt übermäßig viel Streit nur für sieben Prozent der Frauen einen potenziellen Trennungsgrund dar.

Tipp: Auch glückliche Paare haben Beziehungsstress, doch bei zu vielen Konflikten reiben sich die Partner irgendwann aneinander auf. Insbesondere eine schlechte Streitkultur innerhalb der Beziehung macht diesen Punkt zu einem der Top-Trennungsgründe. Prallen Meinungen stetig aufeinander, kocht die Wut über und fallen böse Worte, verletzen sich beide gegenseitig. Oft meint es der andere gar nicht so, dennoch knabbern wir länger an den Dingen, die uns der Partner im Konflikt an den Kopf geworfen hat. Versuche dich davon zu entfernen und nicht zu sehr beeinflussen zu lassen. Blick lieber analytisch zurück auf deine gescheiterte Beziehung und frag dich, wo die eigentlichen Beziehungsprobleme lagen. Versuche nach der Trennung von deinem Partner für die Zukunft zu lernen.

Fazit: So handelst du, wenn ein Trennungsgrund deine Beziehung zerstört hat

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich die Trennungsgründe von Männern und Frauen gar nicht so stark voneinander unterscheiden. Lediglich wenige Prozentpunkte variieren laut Parship-Wissen zwischen den Geschlechtern, wenn man die Trennungsgründe genauer betrachtet:

  1. Das Gefühl, nicht geliebt zu werden.
  2. Der Seitensprung des Partners.
  3. Der Mangel an Gemeinsamkeiten.
  4. Die unterschiedlichen Zukunftsvorstellungen.
  5. Der Streit dominiert die Beziehung.

Doch was tun, wenn einer dieser Gründe deiner Beziehung zerstört hat?

  • Mach dir selbst keine Vorwürfe und versuche darüber hinwegzukommen.
  • Blicke auf deine zerbrochene Beziehung zurück und versuche für die Zukunft daraus zu lernen.
  • Konzentriere dich auf dich selbst und fokussiere die Ziele, die du im Leben erreichen willst.
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