Trennungsgründe: Die 5 häufigsten Ursachen für das Scheitern

Ihre Beziehung liegt in Scherben vor Ihnen. Ihr Partner und Sie scheinen in unzählige schmerzende Teile zersplittert und Sie fragen sich: Warum nur? Tatsächlich besteht meist ein ganz spezifischer Trennungsgrund. Selbstverständlich ist jede Beziehung einzigartig. Doch in vielen Fällen sind sich die Gründe zur Trennung vom Partner in ihren Grundzügen äußerst ähnlich.

Im nachfolgenden erhalten Sie einen Überblick über die Top-Trennungsgründe, die mithilfe unserer Parship-Studie herausgefunden worden sind. Kaum zu glauben, doch der vermeintliche Grund, der wohl jedem als erstes in den Sinn kommen mag, steht nicht an der Spitze dieser traurigen Liste.

Inhalt:

1. Das Gefühl, nicht genug geliebt zu werden

Auf Platz eins der Trennungsgründe steht für 19 Prozent der Teilnehmer unserer Parship-Studie das Gefühl, nicht genug geliebt zu werden. Körperlich teilen Sie sich wesentlich mehr als ein gemeinsames Bett, eine Couch oder eine gelegentliche Übernachtung beim anderen. Doch emotional scheint sich zwischen Ihnen ein weites Meer aus Unantastbarkeit zu erstrecken – selbst, wenn Sie sich an ein und demselben Tisch gegenübersitzen. Einsam trotz Beziehung zu sein, ist sehr wohl möglich und für die betroffene Person äußerst belastend. Auch unser Parship-Coach Eric Hegmann kennt sich mit dieser Problematik aus:

Wenn Ihr Partner sich Ihnen nicht öffnen kann, dann befürchten Sie ganz verständlich, dass Ihre Beziehung bedroht ist. Ihr Partner sitzt neben Ihnen, aber eigentlich besteht keine Verbindung. Er ist in seiner Welt – und die bleibt verschlossen.

Dabei zählt das Gefühl, nicht genug geliebt zu werden für Männer und Frauen zu den Top Trennungsgründen.

Helfen keine klärenden Gespräche, die Situation und die Ängste rund um die Frage „Soll ich mich trennen?“ zu lösen. In vielen Fällen folgt also die Trennung. Das Bild des emotional unerreichbaren Mannes dominiert dabei die allgemeine Vorstellung. Doch auch Frauen können ihren Partner durch ihre Distanziertheit auf Abstand halten.

Wie reagieren Sie? Trennungsgrund und gleichzeitig Vorwurf an Sie: Sie hätten nicht genug geliebt. Zunächst einmal sollten Sie in sich gehen und Ihre Gefühle für Ihren Ex-Partner ergründen. Haben Sie die Person wirklich geliebt? Denken Sie, in Ihrem Gefühlsspektrum wäre noch Luft nach oben gewesen oder war es für Sie die wahre Liebe? Trifft Letzteres zu, sollten Sie überlegen, ob Sie Ihre Gefühle wirklich so kommuniziert haben, wie Sie das wollten oder ob Sie in Zukunft daran arbeiten müssen. Sind Sie der Part, für den der Mangel an Liebe der Trennungsgrund war, sollten Sie versuchen nach vorne zu blicken. Irgendwo da draußen wartet ein neues Leben nach der Trennung und jemand, der Sie genau so lieben wird, wie Sie sich das wünschen.

2. Trennungsgrund: „Er/Sie hat mich betrogen“


Treue ist ein hohes Gut. Die meisten Paare definieren ihre Beziehung als monogam und exklusiv, das heißt, sexuelle Kontakte, eine Affäre oder eine Außenbeziehung sind tabu.

,erklärt Parship-Experte Hegmann seine Erfahrungen, die er in all den Jahren als Beziehungscoach gemacht hat.

Doch dieser Wunsch nach Treue wird im Laufe vieler Beziehungen mit der harten Realität konfrontiert. Denn Fremdflirten, Seitensprünge oder sogar Affären sind in langen Beziehungen keine Seltenheit . Doch wie damit umgehen? Den Partner zu betrügen bedeutet immer auch einen herben Vertrauensverlust. Sowohl für Männer als auch für Frauen ein eindeutiger Trennungsgrund: Insgesamt elf Prozent der Befragten bestätigten bei unserer Parship-Studie den Betrug als Ursache.

Tipp für den Fremdgeher: Haben Sie Ihren Partner betrogen und sind deshalb verlassen worden, dann sollten Sie nachdem die  Beziehung beendet worden ist Ihr eigenes Verhalten reflektieren. Wie kam es zu diesem Trennungsgrund? Hatten Sie es womöglich sogar auf eine Trennung angelegt? Oder ist die Person, mit der Sie fremdgegangen sind möglicherweise der Mensch, mit dem Sie zusammen sein wollen? Konzentrieren Sie sich auf sich selbst.

Tipp für das Opfer: Diesen Rat sollte auch jeder beherzigen, der betrogen worden sind. Es hilft Ihnen nicht, dem Partner nachzutrauern, zu grollen oder den Fehler bei sich selbst zu suchen.

3. Trennungsgrund für Männer und Frauen: Zu wenige Gemeinsamkeiten

Auch Sie kennen sicherlich das Sprichwort: Gegensätze ziehen sich an. Was sexuelle Anziehung betrifft, mag das stimmen. Der Partner erscheint interessant und exotisch mit seinen unterschiedlichen Interessen. Doch für eine dauerhafte Beziehung sind Gemeinsamkeiten unerlässlich. Selbstverständlich dürfen Sie eigene Hobbys haben, denen Sie und Ihr Partner eigenständig nachgehen, doch eine gemeinsame Grundlage erleichtert das Zusammenleben enorm. Im Laufe der Zeit kristallisiert sich meist heraus, wenn mangelnde Gemeinsamkeiten zum Problem werden und letztlich zur Trennung vom Partner führen.

Was tun? War der Mangel an Gemeinsamkeiten der Trennungsgrund, sollten Sie versuchen damit abzuschließen, den Liebeskummer zu überwinden und sich auf die Zukunft zu konzentrieren. Damit Sie nicht wieder in einer Beziehung landen, die an zu unterschiedlichen Interessen zerbricht, sollten Sie sich überlegen, was Ihnen wichtig ist. Betrachten Sie Ihr Beziehungsende und analysieren Sie, was nötig gewesen wäre, um sie zu erhalten. Suchen Sie mit entsprechenden Partnerwahl-Kriterien künftig genauer nach einem Menschen an Ihrer Seite, der genau diese Punkte in sich vereint.

4. Unterschiedliche Zukunftsvorstellungen als Trennungsgrund

Ein Paar kann sich noch so sehr lieben, wenn die Vorstellung von einer gemeinsamen Zukunft zu weit auseinanderklafft, stellen diese Differenzen in vielen Fällen einen triftigen Trennungsgrund dar. Und das ist manchmal sogar das Beste für beide Parteien. Es gibt insbesondere ein Thema, das Paare häufig spaltet: der einseitige Kinderwunsch. Fühlt sich der eine bereit, eine Familie zu gründen, kann der andere von diesem Punkt noch weit entfernt sein – oder ihn niemals erreichen. Heutzutage ist es keine Seltenheit mehr, dass sich Männer und Frauen offen davon distanzieren Kinder zu bekommen und auch dazu stehen. Prallen nun diese verschiedenen Grundeinstellungen aufeinander, wird es schwierig. Denn trotz Liebe und echter Gefühle wäre ein Kompromiss für jeden von beiden ein zu großes Opfer. Kein Wunder also, dass unterschiedliche Zukunftsvorstellungen für jeden zehnten Befragten unserer Parship-Studie ein Trennungsgrund ist und zur einer Trennung trotz Liebe führen.

Wie reagieren Sie? Von allen Ursachen erweist sich dieser für die Beteiligten als besonders tragisch. Denn meist haben die Partner noch immer Gefühle füreinander und vermissen den anderen schmerzlich. Trotzdem müssen Sie sich beide vor Augen halten, dass es einen essenziellen Grund für die Trennung vom Partner gab und Sie miteinander auf Dauer unglücklich in der Beziehung geworden wären. Selbst wenn Sie menschlich zueinander passen, stehen Sie nun einmal an vollkommen unterschiedlichen Punkten in Ihrem Leben oder verfolgen völlig konträre Ziele. Sowohl für Sie als auch für Ihren Partner wäre es in diesem Fall nicht ratsam, auf die Wünsche des anderen einzugehen, wenn diese unvereinbar mit Ihren eigenen sind. Am Ende schleichen sich Vorwürfe und Frustration in die Beziehung und vergiften sie langsam aber sicher. Konzentrieren Sie sich lieber auf die Zukunft, die Sie sich wünschen und arbeiten Sie darauf hin.

5. Trennungsgrund: Ständiger Streit torpediert die harmonische Beziehung

Wenn sich ein Paar häufig streitet, muss dies nicht zwangsläufig zum Beziehungsaus führen. Das weiß auch Parship-Coach und Beziehungsexperte Eric Hegmann:

Damit zwei Menschen zusammenbleiben, muss sie der Gedanke einen, dass es die Anstrengungen wert sind, sich immer wieder zusammenzuraufen. Die Partner müssen in diesem Punkt ähnlich viel Zuversicht und Optimismus mitbringen. Das große Gefühl, das über den kleinen Reibereien des Alltags steht, muss sagen: ‚Ich bin mir sicher, dass ich auch in fünf, in zehn Jahren noch viel Freude habe, mit dir zusammen zu sein‘.

Ständiger Streit und Beziehungskrisen sind für insgesamt acht Prozent der Befragten ein Trennungsgrund. Dabei scheinen Männer den permanenten Konflikt als noch unerträglicher zu empfinden: Für zehn Prozent der Männer wäre dies ein Trennungsgrund, dagegen stellt übermäßig viel Streit nur für sieben Prozent der Frauen einen potenziellen Trennungsgrund dar.

Tipp: Auch glückliche Paare haben Beziehungsstress, doch bei zu vielen Konflikten reiben sich die Partner irgendwann aneinander auf. Insbesondere eine schlechte Streitkultur innerhalb der Beziehung macht diesen Punkt zu einem der Top Trennungsgründe. Prallen Meinungen stetig aufeinander, kocht die Wut über und fallen böse Worte, verletzen sich beide gegenseitig. Oft meint es der andere gar nicht so, dennoch knabbern wir länger an den Dingen, die uns der Partner im Konflikt an den Kopf geworfen hat. Versuchen Sie sich davon zu entfernen und nicht zu sehr beeinflussen zu lassen. Blicken Sie lieber analytisch zurück auf Ihre gescheiterte Beziehung und fragen Sie sich, wo die eigentlichen Beziehungsprobleme lagen. Versuchen Sie nach der Trennung von Ihrem Partner für die Zukunft zu lernen.

Fazit: So handeln Sie, wenn ein Trennungsgrund Ihre Beziehung zerstört hat

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich die Trennungsgründe von Männern und Frauen gar nicht so stark voneinander unterscheiden. Lediglich wenige Prozentpunkte variieren laut Parship Wissen zwischen den Geschlechtern, wenn man die Trennungsgründe genauer betrachtet:

  1. Das Gefühl, nicht geliebt zu werden.
  2. Der Seitensprung des Partners.
  3. Der Mangel an Gemeinsamkeiten.
  4. Die unterschiedlichen Zukunftsvorstellungen.
  5. Der Streit dominiert die Beziehung.

 

Doch was tun, wenn einer dieser Gründe Ihre Beziehung zerstört hat?

  • Machen Sie sich selbst keine Vorwürfe und versuchen Sie darüber hinwegzukommen.
  • Blicken Sie auf Ihre zerbrochene Beziehung zurück und versuchen Sie für die Zukunft daraus zu lernen.
  • Konzentrieren Sie sich auf sich selbst und fokussieren Sie die Ziele, die Sie im Leben erreichen wollen.

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