On-Off-Beziehung: Wie der Wechsel die Liebe auf die Spitze treibt

Beziehung: Ja!, Beziehung: Nein! In einer On-Off-Beziehung betätigt mindestens einer der beiden Partner im Wechsel den imaginären Schalter. Das Phänomen wird bei Paaren beobachtet, die sich trennen, um dann erneut zusammenzukommen. Doch warum setzen sich Menschen immer wieder einer solchen partnerschaftlich labilen Situation aus?

Inhalt:

Wir wollen Ihnen die Gründe für dieses nervenaufreibende Wechselspiel von Trennung und Versöhnung erläutern und aufzeigen, welche Psychologie bei On-Off-Beziehungen einhergeht. Vergessen Sie auch nicht sich die nachfolgenden Tipps in den unterschiedlichen zwei Lösungswegen bewusst zu machen.

5 Auslöser für das ständige An und Aus der Liebe

Es gibt vielschichtige psychologische Ursachen, die Menschen dazu veranlassen, sich lieber auf eine Wechselpartnerschaft einzulassen als eine glückliche Beziehung zu führen oder alleine zu bleiben. Die Psychologie sieht die Ursachen von On-Off-Beziehungen in ungeklärten Ängsten, Wünschen, Bedürfnissen und Sehnsüchten. Wie diese genau aussehen, erläutern wir Ihnen im Detail.

1. Die Auszeit

Es ist diese ominöse Beziehungspause, durch die viele Paare in eine On-Off-Beziehung rutschen. Eine Auszeit scheint in der Regel oft die letzte Lösung, wenn eine Krise fast unerträglich wird. Das Wort suggeriert die Option, nach einer gewissen getrenntlebenden Zeit wieder neu an die Liebe anzuknüpfen. Statistische Beweise, dass eine solche Methode die Partnerschaft rettet, gibt es jedoch nicht. Für die einen wartet am Ende der Neubeginn, für die anderen das endgültige Trennungsgespräch. Bleiben Themen ungeklärt, kann sich die Frequenz des On-Off-Status‘ erhöhen.

2. Das Problem von Nähe und Distanz

Die Sehnsucht nach inniger Bindung und zeitgleich Unabhängigkeit ist ein Thema, das als Reaktion auf Beziehungsprobleme bei vielen Partnerschaften am ehesten resultiert. Dabei stehen die Fragen in Vordergrund: Wie viel Nähe vertragen Sie, damit Sie sich nicht eingeengt fühlen? Wie viel Freiheit verkraften Sie, um sich nicht völlig voneinander zu distanzieren? Paare, die mit diesem Nähe-Distanz-Problem besonders zu kämpfen haben, geraten schneller in die Mechanik einer On-Off-Beziehung als andere.

3. Die Abhängigkeit vom Ex-Partner

Sie können Ihren Ex einfach nicht vergessen. Obwohl das Liebesaus vielleicht sogar schon einige Zeit zurückliegt, ist er in Ihrem Leben immer noch präsent. Der verzweifelte Versuch, die Vergangenheit über immer wieder neue Beziehungen nach der Trennung zu bewältigen, ist häufig ein guter Nährboden für eine On-Off-Beziehung. Sie haben sich nicht vollständig den Liebeskummer Phasen gestellt, da Sie sich immer wieder nach neuer Bindung sehnen. Unbereinigte Abhängigkeiten können dieser Achterbahn der Gefühle ordentlich Schwung verleihen.

4. Narzissmus

Ein narzisstischer Partner drängt den anderen in Abhängigkeit. Anfangs überflutet er Sie gar mit Worten und Versprechen, die jeder gerne hören will. Doch wenn es um die eigenen Bedürfnisse des Betroffenen geht, werden Sie emotional erpresst oder gar entwertet. Wenn ein Narzisst merkt, dass Sie hinter diese Maske blicken und sich aus der Konstellation befreien wollen, wird er alle Strategien auffahren, dass er Sie weiter wie beispielsweise durch eine wechselhafte Beziehung kontrollieren kann.

5. Bindungsstörungen

Beziehungsunfähigkeit und Bindungsängste können oft von Kindheitstraumata herrühren und die Psychologie von On-Off-Beziehungen maßgeblich bestimmen. Die Verlustangst nötigt Sie dazu, sich an den Partner mehr zu klammern, als Ihnen lieb ist. Da viele Menschen um diese Phobien wissen, verzichten Sie lieber gleich auf eine feste Partnerschaft. Es ist die Unverbindlichkeit, die dazu führt, dass Menschen mit einer ausgeprägten Form der Bindungsstörung schneller in das Fahrwasser einer wechselhaften Beziehung geraten.

Welche Handlungsempfehlungen gibt es je nach Situation?

Das Hin und Herz im Wechselbad der Gefühle sollte kein Dauerzustand werden. Wir geben Ihnen darum einige Ratschläge, wie Sie aus dieser Endlosschleife herauskommen können, um die Beziehung wieder in eine positive Ausgangslage zu bringen oder, wann Sie eine On-Off-Beziehung endgültig beenden sollten.

1. Wann ist endlich Schluss mit „On“ und „Off“?

Was tun, wenn Sie einfach nicht voneinander loskommen? Endgültig den Schlussstrich zu ziehen, ist für hin- und hergerissene Menschen eine große Herausforderung. Wenn Sie sich in folgenden Punkten wiedererkennen, sollten Sie diesen Schritt allerdings wagen.

Sprechen Sie sich aus

Kommunikation ist wichtig. Ein gemeinsames Beziehungsgespräch hilft dabei, Klarheit zu schaffen. Achten Sie bei der Aussprache darauf, die Situation, in der Sie sich befinden, sachlich zu bewerten, gerade wenn Ihre Beziehung einen negativen Ausgang nimmt und unüberbrückbare Differenzen über dem Beziehungsende liegen. So können Sie On-Off-Beziehung zu einem sauberen Abschluss bringen.

Bleiben Sie konsequent

Konsequent am Ende der Beziehung festzuhalten, fällt gerade nach einer solchen Beziehung, die durch eine Achterbahn der Gefühle rauscht, besonders schwer. Wenn Sie sich jedoch über Gefühle und über fehlende Liebe klar geworden sind, dann sollten Sie an Ihrem Schritt, die On-Off-Beziehung endgültig zu beenden, festhalten. Sie können versichert sein, dass ein weiteres Hin und Her keine Veränderung bringen wird.

Klares „Off“ für Einseitigkeit

Sie sind unglücklich verliebt? Und Ihre einseitigen Bemühungen laufen ins Leere, weil der andere Ihre Liebe nicht erwidert? Keine sinnvolle Basis für eine dauerhafte Beziehung! Seien Sie mutig und fokussieren Sie sich erst einmal ganz auf sich selbst. Erst dann werden Sie wieder bereit für einen neuen Partner sein.

Zu viele Beziehungsprobleme

Verlieren Sie die Liebe vor lauter Problemen aus den Augen, dann drücken Sie den Schalter auf „aus“. Wenn zu viele negativ behaftete Themen in den Fokus rücken, die immer wieder in Konflikten münden, entsteht auf Dauer nur Frustration. Die Kampfansage gegen die Wechselpartnerschaft lautet daher: Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende!

Keine Selbstbestimmung mehr

Die On-Off-Beziehung hat Sie in eine Ecke gedrängt, in der Sie nicht mehr Sie selbst sind? Dann nichts wie raus! Eine Partnerschaft sollte gleichwertig und auf Augenhöhe funktionieren. Lassen Sie sich nicht fremd bestimmen. Solch eine Liebe kann Sie auf Dauer sogar krank machen. Wir raten Ihnen, daher diese Form der On-Off-Beziehung endgültig zu beenden.

2. Lässt sich eine On-Off-Beziehung retten?

Auch wenn der Wechsel zwischen Trennung und Versöhnung eher einen negativen Beigeschmack hat, lässt Sie sich dennoch retten, wenn folgende Aspekte stärker ins Gewicht fallen.

Es herrscht Grundeinigkeit

Sollten Sie merken, dass Sie sich in Ihrer wechselhaften Beziehung in den meisten Punkten einig sind, herrscht schon mal ein gutes Klima, das zur Verbesserung der On-Off-Beziehung beiträgt. Oft kann zum Beispiel eine Paarberatung Klarheit bringen, die den Prozess unterstützend begleitet. Die Chancen stehen dann gut, dass das Wechselspiel durch die professionelle Unterstützung in eine konstante harmonische Beziehung gelenkt wird.

Sie haben Gefühle füreinander

Trotz widriger Umstände lieben Sie nach wie vor. Die emotionale Basis ist immer noch der Grundpfeiler Nummer eins für eine funktionierende Partnerschaft. Rücken Sie Ihre Gefühle füreinander darum stärker in den Fokus. Blenden Sie andere Störfaktoren aus, die die Beziehung ins „Off“ drängen wollen.

Es ist Verbesserung in Aussicht

Die Wahrscheinlichkeit, dass sie einen positiven Ausweg aus einer On-Off-Beziehung finden, ist gegeben, wenn beide Partner Bereitschaft zeigen, konstruktiv an der gemeinsamen Bindung zu arbeiten. Sollten bereits Verbesserungsmaßnahmen vorliegen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Liebesschalter auf „On“ stehen bleibt.

Fazit: An oder aus? Treffen Sie eine Entscheidung und halten Sie daran fest

Bei einer anhaltenden On-Off-Beziehung geht es letzten Endes darum, eine finale Entscheidung zu treffen. Sollte die Liebe von innen heraus nicht zu retten sein, bedeutet das noch nicht das Ende der Welt. Denn jedem Ende wohnt auch ein Anfang inne. Und der kann Ihnen in einer neuen Partnerschaft statt Dauerstress jene Beständigkeit liefern, die sie gerne hätten. Vielleicht bleibt dann der Hebel endgültig auf „On“.

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