Angst vor Frauen: Wie Männer ihre Gynophobie überwinden können.

Es wirkt bei Männern auf den ersten Blick vielleicht nur wie eine anhaltende Schüchternheit, doch oft verbirgt sich dahinter eine tiefer sitzende traumatische Erfahrung: die Angst vor Frauen. Ein Phänomen, das keine Seltenheit in der Männerwelt darstellt. Vielen Vertretern des vermeintlich „stärkeren Geschlechts“ zeigen dann Schwäche, wenn es darum geht, Frauen kennenzulernen, Frauen anzusprechen oder gar einen Flirt zu starten. Dieses Phänomen äußert sich jedoch nicht nur im Live-Kontakt. Selbst auf Dating-Plattformen, wo ein erhöhter Schutz der Privatsphäre gewährleistet ist, herrscht bei vielen Männern Unsicherheit beim Online-Flirten.
Wir wollen dieser Angst auf den Grund gehen und Ihnen einige Tipps und Lösungsansätze an die Hand geben, wie Sie als Mann Ihre Angst vor Frauen überwinden können.

Was ist Angst vor Frauen? Welche Ursachen gibt es dafür?

Der Fachbegriff für dieses Phänomen lautet Gynophobie und bezeichnet die bei Männern oft schon krankhaft gewordene Angst vor Frauen. Dies bedeutet, dass Männer im Laufe ihres Lebens beim Umgang mit Frauen immer größere Blockaden aufgebaut haben, wenn es darum geht sie anzusprechen. Das kann sogar so weit gehen, dass sich Männer generell in Gegenwart von Frauen nicht wohlfühlen. Häufig wissen schüchterne Männer nicht, worüber sie mit Frauen reden sollen, benehmen sich unbeholfen oder versuchen möglichst schnell der Situation wieder zu entfliehen. Diese Angst greift vor allem dann, wenn Männer tendenziell Interesse am anderen Geschlecht haben, aber keine Abfuhr oder Enttäuschung riskieren wollen. Die Gynophobie muss jedoch noch nicht bedeuten, dass hier gleich eine Form der Frauenfeindlichkeit (Misogynie) vorliegt, kann aber in extremen Fällen auch dazu führen.

Häufig lässt sich die Ursache für die Gynophobie auf negative Erfahrungen aus der Pubertät zurückführen, also jenem Zeitpunkt, wenn man anfängt sich für das andere Geschlecht zu interessieren. Wenn Sie beispielsweise als junger Mann vor Mädchen bloßgestellt worden sind oder in Gegenwart anderer von einem Mädchen erniedrigt worden sind, kann das ein einschneidendes Erlebnis sein, das Ihre Sexualität auch Jahrzehnte später noch prägt. Sie können danach zwar durchaus Gefühle für Frauen entwickeln, wagen aber aufgrund des Jugendtraumas nicht den nächsten Schritt, um nicht noch einmal die gleiche oder ähnliche Situation zu durchleben.

So können Sie Ihre Angst vor Frauen verlieren

Im ersten Schritt müssen Sie die Angst erkennen und annehmen lernen. Erlauben Sie sich, dass Sie Schwierigkeiten im Erstkontakt mit dem weiblichen Geschlecht haben dürfen. Erst wenn Sie Ihre Angst vor Frauen akzeptiert haben, folgt der nächste Schritt: die Konfrontation. Begeben Sie sich vermehrt – am besten täglich – in Situationen, wo Sie Frauen begegnen können (im Café, beim Bäcker, beim Friseur, etc.). Sprechen Sie Frauen an, indem Sie beispielsweise nach der Uhrzeit oder nach dem Weg fragen und bedanken Sie sich anschließend. Sollten Sie bei dieser Übung irgendwann keine großen Schweißausbrüche mehr bekommen und nicht ins Stottern geraten, folgt der dritte Schritt: machen Sie Komplimente. Äußerungen wie „Übrigens: tolles Kleid!“ oder „Wow! Schöne Schuhe“ hinterlassen nicht nur bei Ihrem Gegenüber einen bleibenden Eindruck. Sie sorgen dafür, dass der Erstkontakt auch bei Ihnen immer wieder als positives Erlebnis abgespeichert wird. Der letzte Schritt lautet: Üben Sie sich im Smalltalk. Fragen Sie beispielsweise nach, wo die Frau ihr Kleid gekauft hat. In einem Café können Sie nachfragen, ob sie öfter hier ist. Auch eine Suggestionsfrage wie „Kennen wir uns nicht von irgendwoher?“ kann ein kleiner Trick sein, den Smalltalk in Gang zu bringen.

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Tipps, wie Sie beim Online-Dating und Flirten die Angst vor Frauen überwinden

Beim Online-Dating verhält es sich grundsätzlich nicht viel anders als in freier Wildbahn. Bei vielen Dating-Portalen bietet das Profil allerdings ausreichend Schutz vor Bloßstellungen oder Erniedrigungen. Dennoch kommt es hier ganz auf Sie an. Mit folgenden Schritten können Sie beim Online-Flirten Ihre Angst vor Frauen überwinden.

1. Machen Sie den ersten Schritt
„Ich suche nicht, ich lasse mich finden“ – mit dieser Strategie kommen Sie beim Online-Dating nicht weit. Es hilft nichts: Auch hier gilt es, den ersten Schritt zu machen. Tun Sie das auch unabhängig von Ihrem eigenen Selbstbild und ob Sie Ihrem Gegenüber gefallen könnten oder nicht. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.
2. Starten Sie mit einem Kompliment
Vermeiden Sie beim Erstkontakt bedeutungslose Floskeln wie „Hey“ oder „Na, wie geht’s?“. Auf solche Anfragen werden Sie keine Reaktionen erhalten. Starten Sie den Chat mit einem Kompliment wie „Wow, das ist wirklich mal ein sehr ansprechendes Profilbild“ oder „Deine Hobbys klingen ja sehr spannend“. Geben Sie Ihrem Gegenüber das Gefühl, besonders oder auch einzigartig zu sein.
3. Schreiben Sie emotional
Sollten Sie die Ebene des Smalltalks erreicht haben, dann achten Sie vor allem darauf, dem Gespräch ein gewisses Maß an Emotionalität zu verleihen. Banale Gespräche über das Wetter oder Frage-Antwort-Verhöre kommen bei Frauen gar nicht gut an. Sie reagieren vielmehr auf eine gefühlsbetonte Konversation. Teilen Sie also mit, was Sie an dem Profil der Frau begeistert. Verwenden Sie Smileys und Emojis, um den Flirt humorvoll und emotional zu unterfüttern.
4. Lassen Sie sich nicht entmutigen
Stecken Sie nicht gleich den Kopf in den Sand, wenn es auf Anhieb nicht so klappt wie Sie es wollen. War ein Online-Flirt nicht erfolgversprechend, dann bedanken Sie sich für die Erfahrung und klicken Sie weiter auf das nächste Profil, das Ihnen zusagt. Da die Anzahl an Singles auf Dating-Plattformen enorm ist, gehört eine gelegentliche Abfuhr einfach mit dazu.

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Übung macht den Meister!

Wichtig bei all diesen Schritten ist, dass Sie Ihre negative Gedankenspirale zunehmend positiv aufladen und so sukzessive Ihre Angst vor Frauen erfolgreich abbauen. Erlauben Sie sich, Fehler machen zu dürfen und auch mal zu scheitern. Das nimmt den Druck, reduziert die Erwartungshaltung und führt zunehmend zu einem entspannten Umgang mit dem weiblichen Geschlecht.

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