Frau hat Angst vor dem ersten Date - hält sich die Hände vors Gesicht

Angst vor dem Date: Wie du deine Nervosität in den Griff bekommst

14.08.2018 Jana Weinberg

Angst vor dem Date? Diese Situation kennen wir alle: Noch sitzt du entspannt daheim in der Küche bei einem Kaffee, als wäre die Welt in Ordnung. Doch ein kurzer Blick auf die Uhr genügt und alles dreht sich um 180 Grad: Der Puls schnellt in die Höhe, die Hände schwitzen, im Magen macht sich ein mulmiges Gefühl breit.

Die Angst vor dem Treffen mit ihm bereitet dir Kopfzerbrechen: Warum sollest du dir diesen Stress überhaupt antun? Wäre es klüger, gleich wieder abzusagen? Ausreden gäbe es wie Sand am Meer. Aber ein bisschen neugierig bist du auch. Was ist, wenn da vielleicht doch die Liebe deines Lebens wartet?

Wir zeigen dir Beispiele auf, die deine Nervosität auslösen können und geben dir acht nützliche Strategien an die Hand, um das unruhige Gefühl in positive Energie umzuwandeln.

Gründe für die Angst vor dem Date

Das sind die sieben häufigsten Gründe, die die Panik auslösen können:

  • Verunsichert, aus der Übung zu sein, da du nach langer Beziehung als Single ab 50 wieder auf dem Datingmarkt bist
  • Angst vor Enttäuschungen und Ablehnung
  • Anspannung, weil du als Langzeitsingle im Dating-Marathon erneut scheitern könntest.
  • Angst, dass du nicht attraktiv genug sein könntest, vor allem, wenn du eher schüchtern bist
  • Sorge, den Erwartungen nicht zu genügen
  • Unsicherheit, etwas Falsches zu sagen, oder in unangenehmen Redepausen oder peinlichem Schweigen zu versinken
  • Unruhe, dass dein Gegenüber in Realität doch nicht dem entspricht, was du bisher von ihm auf der Online-Partnerbörse kennengelernt hast.

Angst vor dem Date: Das kannst du dagegen tun

Im Folgenden wollen wir dir acht Tipps geben, damit du mit der innerlichen Achterbahnfahrt der Gefühle erfolgreich umgehen kannst.

1. Lass die Angst vor dem Date zu

Das klingt jetzt wahrscheinlich genau wie das Gegenteil von dem, was du eigentlich wollest. Sieh deine Furcht als Lampenfieber: Sie hilft dem Körper nämlich auch in eine höhere Leistung zu kommen. Angst ist also nicht unbedingt etwas Negatives. Wenn du völlig entspannt bist und überhaupt keine Gefühle vor einem ersten Date hast, könnte dein Gegenüber dies vielleicht sogar als emotions- oder teilnahmslos interpretieren. Du willst ja schließlich sympathisch wirken und nicht wie ein Kühlschrank. Werde dir bewusst, was genau die Angst vor einem Date auslöst und lass das Gefühl erst einmal zu. Noch dazu sorgt ein gewisser Nervenkitzel für eine knisternde romantische Spannung.

2. Fokussiere dich auf deine positiven Gefühle

Wenn du ausschließlich Panik vor Dates verspürst, würdest du nie aus dem Haus gehen. Aus Angst würdest du kategorisch vermeiden, jemanden treffen zu wollen. Da muss es also noch etwas Anderes geben. Um die negativen Emotionen zu relativieren, empfehlen wir dir, dass du auch die positiven Gefühle, die mit einer Verabredung verbunden sind, ins Blickfeld rückst.

Was motiviert dich, dass du dich auf diese Situation einlässt:

  • Ist es die Vorfreude?
  • Die Sehnsucht?
  • Die bloße Neugier?
  • Die aufregende Abwechslung zum Alltagstrott?
  • Die Hoffnung auf eine glückliche Beziehung?

Erstelle eine Liste, mit der du dir klar vor Augen führst, aus welchen Gründen du dieses Treffen willst. Ein bisschen mehr Klarheit kann dich davor bewahren, wie ein aufgescheuchtes Huhn durch die Wohnung zu rennen und herunterzukommen.

3. Nervös vor dem Date? Fehler sind okay

Niemand ist makellos. Die Unsicherheit, zu versagen oder zu scheitern gehört zum Leben dazu. Erlaube dir, Fehler machen zu dürfen. Das entspannt die Situation ungemein. Wenn du bei einem Date alles perfekt und richtig machen willst, könntest du sehr schnell verkrampft wirken. Sieh mögliche Fehler als positives Ereignis, aus dem du für die Zukunft lernen könnest. Mit Selbstironie und Humor entsteht eine Leichtigkeit, die auch dein Gegenüber entspannt. Obgleich du Angst vor einem Date hast – Ziel ist es letzten Endes natürlich und authentisch zu wirken.

4. Versetze dich in die Lage des anderen

Wag doch mal den Perspektivenwechsel. Denk daran, dass dein Gegenüber womöglich auch mit der Nervosität zu kämpfen hat. Damit wäret ihr dann also schon zwei, die sich mit der Panik vor Dates rumschlagen müssen. Und Gemeinsamkeiten verbinden ja bekanntlich.

5. Geh offen mit deiner Nervosität um

Vielleicht wäre ein ehrliches Eingeständnis ja sogar das perfekte erste Gesprächsthema für das Date. Du kannst deine Gefühlslage also auch zu Beginn des Kennenlernens offen ansprechen. Gib ruhig zu, dass du etwas nervös bist. Damit hat die Anspannung keine Macht mehr über dich. So musst du dich nicht verbiegen und wirkst direkt menschlich und authentisch. Du wirst feststellen, dass du sehr schnell auf Verständnis stoßen wirst und sich die Situation auflockert.

6. Humor bewahren trotz Angst vor dem Date

Sollte es doch zu einer unangenehmen Situation kommen, verkrampf nicht direkt. Bewahre dir deinen Humor! Auch wenn du vor lauter Nervosität versehentlich die Kaffeetasse umstößt oder bei dir eine Sprechblockade einsetzt, trag es mit Fassung. Das mindert die Angst vor dem Date. Gerade das primäre persönliche Aufeinandertreffen läuft immer etwas holpriger an. Viele Paare, die dann trotzdem die Kurve bekommen haben, sprechen im Nachhinein oft von einem wahren Desaster. Rückblickend wirst auch du über manchen Fauxpas lachen können, wenn dieser erst einmal passiert ist.

7. Nicht aufgeben!

Die Angst vor einem Treffen mit ihm oder mit ihr ist oft mit großen Erwartungen aufgeladen. Lass dich nicht entmutigen, wenn sich von deiner Seite aus keine Beziehung aus dem Date entwickelt oder du einen Korb bekommen solltest. Es hängt nicht deine Existenz davon ab. Solltest du trotzdem das Gefühl haben, dem wäre so, dann setze deine Ziele niedriger an. Es ist nur ein Treffen, ein gegenseitiges Beschnuppern, das dich zu nichts verpflichtet. Auf je mehr Verabredungen du dich einlässt, umso mehr schwindet die Anspannung. Du wirst selbstbewusster und kannst entspannter mit der Situation umgehen. In diesem Falle gilt also: Übung macht den Meister!

8. Finger weg von Beruhigungsmitteln

Zu guter Letzt noch ein wichtiger Hinweis: Versuch deine Angst vor dem Date nicht durch Einnahme von Beruhigungsmitteln zu bewältigen! Alkohol, Tranquilizer und sonstige Sedative solltest du vor einem Treffen meiden. Wenn du schon angetrunken und ohne klares Bewusstsein zum Treffen erscheinst, sinkt deine Chance auf eine weitere Verabredung drastisch. Du solltest immer im nüchternen Zustand Herr der Lage und über deine Sinne sein. Sonst hinterlässt du noch einen völlig falschen Eindruck von dir.

Fazit: Die Angst vor einem Date ist völlig normal

Am Ende bist auch du nur ein Mensch. Und anderen geht es vor einer persönlichen Verabredung genauso. Je höher deine Erwartungshaltung an dich oder an deinen Partner ist, desto mehr Futter bekommt dieses mulmige Gefühl, das dich so in Unsicherheit versetzt. Diese Sorge zu ignorieren wäre falsch. Stell dich dem Gefühl und konzentriere dich auf die positiven Gefühle. Solltest du vor einem Date immer noch nervös sein, dann pflege einen offenen Umgang mit deinem Innenleben. Wenn du die oben angeführten Tipps in der Praxis anwendest, steht einer erfolgreichen Bewältigung des Dates nichts mehr im Wege.

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