Mann und Frau voneinander abgewandt wegen Beziehungsproblemen

Beziehungsprobleme: Was tun, wenn Streit den Alltag beherrscht?

20.12.2017 Holger Weißmann

Nicht jedes Beziehungsproblem muss gleich das Aus bedeuten. Doch die negative Stimmung solltest du ernst nehmen. Du hast das Gefühl, deine Partnerschaft läuft nicht mehr rund? Du vermisst die Euphorie und die gemeinsame Freude aus Anfangszeiten? Die Zärtlichkeiten und die traute Zweisamkeit, in der sich beide wohl und heimisch fühlten, sind vorbei?

Finde am besten schnell heraus, was der Knackpunkt in deiner Beziehung ist. Doch woran kann man Beziehungsprobleme erkennen? Mache den Beziehungsprobleme-Test und finde es heraus.

Inhalt:

Vier Anzeichen für Beziehungsprobleme

Du kommst ungern nach Hause zu deinem Partner und würdest viel lieber etwas mit Freunden statt einer Unternehmung zu zweit starten? Dann geh besser in dich und führe einen Beziehungs-Test durch. Achte auf die Emotionen in deiner Partnerschaft, denn viele lassen Beziehungsprobleme erkennen. Deutliche Signale sind:

  1. Respektlosigkeit:
    Sie beginnt nicht erst, wenn man auf die Meinung des anderen keinen Wert mehr legt. Auch in Beziehungen, in denen ein Partner meint, er müsse den anderen erst erziehen oder ihn permanent bevormundet, herrscht kein gegenseitiger Respekt. Durch dieses Verhalten entsteht eine ungesunde Dynamik, die wiederum zu weiteren Beziehungsproblemen führt.

  2. Geringe Einsatzbereitschaft:
    Woran du ein Beziehungsproblem erkennen kannst? Spricht dein Partner oft über einen Jobwechsel, einen Umzug oder sogar die Trennung – und bezieht dich nicht in den Entscheidungsprozess mit ein – zeugt das von wenig Einsatzbereitschaft.

  3. Verlorene Achtung:
    Legt einer der Partner regelmäßig ein Fehlverhalten an den Tag, sei es in den eigenen vier Wänden oder beim Fremdflirt in der Öffentlichkeit, kann das Auswirkungen darauf haben, wie sehr der andere ihn achtet. Dieses Beziehungsproblem zu lösen ist nicht leicht. Schließlich beruhen Respekt und ein liebevoller Umgang immer auf der Achtung, die man gegenüber einem Menschen und seinen Bedürfnissen zeigt.

  4. Körperliche Distanz:
    Steigern sich die Beziehungsprobleme zu einer wachsenden Belastung, wird sich das Paar, wenn es sich nicht in einer Fernbeziehung und bereits durch die Rahmenbedingung den Großteil der Zeit voneinander entfernt ist, früher oder später auch körperlich voneinander distanzieren. Ist dieser Punkt erreicht, wird es höchste Zeit, dass du die Beziehungskrise angehst.

Das sind die häufigsten Beziehungsprobleme bei Paaren

Jede Beziehung ist einzigartig. Dennoch ergeben sich innerhalb unterschiedlicher Partnerschaften oft dieselben Beziehungsprobleme. Hier muss unterschieden werden zwischen harmlosen Alltagsproblemen und schwerwiegenden Aspekten, die den Unmut über eine unglücklichen Beziehung schüren. Doch welche sind das genau?

Vier Beziehungsprobleme aus dem Alltag

  • Hohe Erwartungen:
    Erwartet einer zu viel vom anderen, führt das schnell zu Enttäuschungen und übermäßigem Druck. Der emotionale Cocktail entlädt sich gut und gerne in Streit und Beziehungsstress. Passiert das öfter, kann das zu einem dauerhaften Problem werden.

  • Verspätungen: 
    Man mag es kaum glauben, doch wenn du oder dein Partner regelmäßig zu spät kommt – und hier meinen wir mehr als die vertretbaren fünf Minuten – empfindet der andere das auf Dauer als respektlos und interpretiert es als Desinteresse.

  • Geschichten von Ex-Partnern:
    „Also meine Ex hat das auch immer so gemacht!“ – Diesen Satz will wirklich keine Frau hören. Das gilt umgekehrt genauso für Männer. Niemand möchte über seiner Beziehung den dunklen Schatten des Verflossenen schweben sehen oder unterschwellig mit dem Ex verglichen werden. Kein Wunder also, dass das einer der häufigsten Gründe für Beziehungsprobleme ist.

  • Plaudertaschen:
    Mit deinen Freunden redest du über alles, auch über die persönlichen Anliegen, die dir dein Partner anvertraut? Dann darfst du dich nicht wundern, wenn das zu unschönen Szenen führt. Dieses Beziehungsproblem löst du am besten schnell. Denn es greift eine der wichtigsten Säulen der Partnerschaft an: Vertrauen.

Vier schwerwiegende Beziehungsprobleme

  • Eifersucht:
    Dieses Problem gehört zu den größten Belastungen einer Partnerschaft. Denn es beeinflusst nicht nur den Eifersüchtigen selbst, sondern auch die Person, die dem ausgesetzt ist. Zwar ist ein wenig Eifersucht – so sie denn gerechtfertigt ist – vollkommen normal in einer Beziehung. Doch eine krankhafte Liebe in Verbindung damit erweist sich als ein schwer zu lösendes Beziehungsproblem.

  • Emotionale Erpressung:
    „Du liebst mich gar nicht!“ – Dieser Satz wirkt zunächst wie albernes Geplänkel, wenden wir ihn auf alltägliche Konflikte an. Doch in ihm steckt ein schwerer Vorwurf, der emotionale Erpressung hervorruft und für gravierende Beziehungsprobleme verantwortlich sein kann.

  • Fehlende Kommunikation:
    Es fällt dir schwer, mit deinem Partner ungehemmt über intime Gedanken zu sprechen? Dann hast du soeben ein schwerwiegendes Beziehungsproblem erkannt. Denn eine funktionierende Beziehung lebt grundlegend von der offenen Kommunikation eines Paares. Ist diese nicht vorhanden, verkümmert das Zwischenmenschliche, und Alltag und Oberflächlichkeit halten Einzug.

  • Betrug:
    Für die einen fängt Betrug erst an, wenn es bereits zu Intimitäten mit einer dritten Person gekommen ist. Anderen reicht bereits eine SMS mit flirtenden Worten an den Kollegen. Betrug hat viele Facetten, doch sie alle gleichen sich in einer entscheidenden Tatsache: Wer sich betrogen fühlt, kann nicht mehr bedingungslos vertrauen. Und das wiederum führt zu einem großen Beziehungsproblem.

Beziehungsprobleme langfristig lösen – So gehst du vor

Nachdem du den Beziehungsprobleme-Test gemacht hast und nun weißt, wie du die Anzeichen erkennst, kommen wir zu einem weiteren grundlegenden Punkt: der Frage, wie du die Situation am besten angehst. Auch hier variieren die Möglichkeiten, je nach Härtegrad des Problems und dessen Folgen.

Beziehungsprobleme aus dem Alltag lösen

Um Alltagsstreitigkeiten aus dem Weg zu räumen, die nicht die Beziehung gefährden, sondern aufgrund ihrer Häufigkeit und Summe zum Problem werden, ist ein gesunder Mix aus Kommunikation, Verständnis und Fairness nötig. Geht es um weniger schwerwiegende Beziehungsprobleme, wirkt eine unvoreingenommene Kommunikation mit dem Partner wahre Wunder. Versucht gegenseitig Verständnis füreinander aufzubringen und während eines Streits fair zu bleiben.

Tipp: Sprich das Problem mit „Ich“-Sätzen an, statt mit anklagenden „Du“-Aussagen, wie beispielsweise „Ich fühle mich schlecht, wenn ich immer warten muss“ statt „Du kommst immer zu spät“.

Schwerwiegende Beziehungsprobleme lösen

Beiden Partnern fällt die offene Kommunikation oftmals noch schwerer, wenn belastende Beziehungsprobleme zu erkennen sind. „Soll ich mich trennen?“. Die Fronten sind verhärtet, niemand ist bereit nachzugeben. Keine guten Voraussetzungen für eine konstruktive Diskussion oder die Bereitschaft, an der Beziehung zu arbeiten.

In solchen Fällen hilft möglicherweise eine Paartherapie unter der Leitung eines ausgebildeten Therapeuten. Er weiß ein Gespräch erfolgreich zu lenken.

Paartherapie bei einem qualifizierten Therapeuten ist unter anderem dann in Betracht zu ziehen, wenn gravierende Probleme die Beziehung belasten und möglicherweise auch das Vertrauensverhältnis der Partner untereinander in Gefahr oder beschädigt ist. Im therapeutischen Setting wird „auf neutralem Boden“ Bilanz gezogen und die bestehende Problematik von allen Seiten beleuchtet. Auf diese Weise kann es gelingen, die tiefen und wahren Ursachen von Konflikten zu erkennen, zu analysieren und dann auch zu bearbeiten. Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Paartherapie ist immer, dass beide Partner den Wunsch und Willen haben, an sich und an der Beziehung zu arbeiten.

Erklärt Diplom-Psychologe und Beziehungs-Coach Markus Ernst

Beziehungsprobleme: So werden sie gemeistert

Zusammenfassend kann also gesagt werden: Achte in deiner Partnerschaft auf Anzeichen von Beziehungsproblemen, wie Respektlosigkeit, verlorene Achtung, geringe Einsatzbereitschaft und körperliche Distanz. Bemerkst du eines dieser Zeichen, nimm dir die Zeit und mache den „Beziehungsproblem-Test“. Geht euer Verhalten gemeinsam durch und analysiert die unterschiedlichen Streitereien, die ihr habt. Worum drehen sie sich? Handelt es sich um alltägliche Dinge, oder sind es doch schwerwiegende Probleme, mit denen ihr hadert? Oftmals kann eine offene und konstruktive Kommunikation bereits Wunder wirken. Sind die Fronten bereits verhärtet, kann ein Paartherapeut dir und deinem Partner helfen, die Wogen zu glätten und wieder eine glückliche Beziehung zu führen.

So funktioniert Parship

In unserem Video zeigen wir dir, wie es nach deiner Registrierung mit unserem Parship-Fragebogen weitergeht. Schau gleich hinein und leg los! Deine Anmeldung ist kostenlos.

Zur Anmeldung