Trennungsschmerz: Wenn das Alleinsein wehtut

Sie stehen vor der Frage: Schluss machen – ja oder nein? Sie fühlen, dass diese Partnerschaft nicht mehr funktioniert und unglücklich ist, und dass Sie sich gegenseitig im Weg stehen. Die Liebe ist erloschen und die Gefühle schon lange nicht mehr das, was sie einmal waren. Doch irgendwie bekommen Sie es einfach nicht hin, den endgültigen Schlussstrich zu ziehen. Zu groß ist Ihre Angst davor, etwas falsch zu machen oder wieder allein zu sein.

Sich aus Angst nicht zu trennen, ist genauso falsch und schlecht, wie aus Angst in eine Beziehung zu starten. Es wird nicht gutgehen. Legen Sie Ihre Angst ab. Fragen Sie sich: Was könnte Schlimmes passieren? Die einzige Antwort sollte im Normalfall sein, dass Sie wieder allein sind und Ihr Leben wieder selbst in der Hand haben. Das kann am Anfang etwas beängstigend sein, aber es braucht genau diesen Schritt, um wieder für etwas Neues offen zu sein. Etwas, das eventuell genau das Richtige ist.

Den Trennungsschmerz überwinden

Nach einer Trennung sollten Sie sich absolut auf sich selbst konzentrieren. Das Wichtigste ist, dass Sie wieder ins Gleichgewicht kommen – nicht nur, was Ihren inneren, sondern auch Ihren äußeren Zustand betrifft. Müssen Sie sich vielleicht eine neue Wohnung suchen oder die alte von Erinnerungsstücken befreien? Müssen Sie Ihren Alltag, Ihren Freundeskreis und Ihre Hobbys neu organisieren? Müssen Wunden verheilen und der Herzschmerz vergehen? Nehmen Sie sich alle Zeit der Welt dafür. Wer nach einer kurzen Trennungsphase gleich eine neue Beziehung eingeht, der stolpert zu schnell in einen Neuanfang. Dann ist der nächste Partner mit dazu da, die alten Erfahrungen und Emotionen aufzuarbeiten oder zu überdecken, und das wäre ihm gegenüber nicht fair. Stellen Sie sich vor, wie es für Sie wäre, wenn Sie eine Beziehung mit jemanden eingehen, der seinen Trennungsschmerz noch nicht überwunden hat.

Trennungsschmerz: Das Scheitern einer Beziehung aufarbeiten

Wer eine Trennung überwinden will, sollte sich keine Frist setzen. Es ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Die einen brauchen ein paar Wochen, die anderen mehrere Monate. Egal, wie lange die Trennungsschmerz-Dauer ist, sie hat eine Daseinsberechtigung. Sie müssen sich an die neue Situation erst wieder gewöhnen und mit ihr klarkommen. Danach können Sie sich überlegen, was Sie wollen, was Sie nicht mehr wollen, was Sie aus Ihrer vorangegangenen Beziehung gelernt haben und was Ihr neuer potenzieller Partner unbedingt mitbringen muss. Wer seinen Trennungsschmerz nicht verarbeitet hat, der nimmt diesen mit in eine neue Beziehung, was zu Misstrauen, Eifersucht, Unsicherheit oder anderen negativen Begleiterscheinungen führen kann.

Trennungsschmerz: Männer und Frauen verarbeiten ihn unterschiedlich

Machen Männer andere Trennungsschmerz-Erfahrungen als Frauen? Die Antwort ist ein eindeutiges Ja! Natürlich leiden beide unter einem Liebes-Aus. Wie intensiv sich dieser Liebeskummer darstellt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Wie lange hat die Beziehung gedauert? Gab es Zukunftspläne? War der Partner gefühlt auch der Richtige? Die Person, mit der man sich auch eine Familie vorgestellt hat? Je mehr Platz der Ex-Partner im Leben eingenommen hat, desto schwerer ist es natürlich, diesen wieder zu füllen.

So verarbeiten Frauen Trennungsschmerz

Viele Frauen tendieren dazu, den Fehler bei sich zu suchen. Hätte ich mehr machen können? Hätte ich mehr kämpfen müssen? Stimmt etwas mit mir nicht? Frauen versuchen, die Trennung zu analysieren. Sie suchen den Punkt, an dem die Beziehung angefangen hat, auseinanderzugehen und überlegen sich selbst im Nachhinein, ob sie es hätten verhindern können.

Da Frauen oftmals schneller sind als Männer, sich eine gemeinsame Zukunft vorzustellen und auszumalen, müssen sie mit mehreren zerplatzen Träumen zurechtkommen. Zum Liebeskummer kommt bei ihnen leider oftmals auch Selbstzweifel.

So gehen Männer mit Trennungsschmerz um

Männer sind nicht weniger emotional. Eine Trennung kann sie am Boden zerstört zurücklassen. Aber sie sind pragmatischer. Es hat nicht geklappt, es hat nicht sollen sein – so lautet oftmals ihre Schlussfolgerung. Sich in der Vergangenheit aufzuhalten, die Intensität des Liebeskummers noch mit alten Erinnerungen zu füttern und Schlüsselmomente der Beziehung in Gedanken wieder zu durchleben? Das ist nicht ihre Art. Männer stürzen sich in Ablenkung und versuchen das Vergangene nicht zu analysieren. Der Trennungsschmerz vergeht bei ihnen in der Regel schneller als bei Frauen.

Trennungsschmerz: 5 Tipps, wie Sie ihn loswerden

Kurz nach einem Beziehungs-Aus ist der Herzschmerz besonders groß. Das sind die fünf wichtigsten Tipps, wie Sie ihn lindern können. Danach heißt es: Die Zeit heilt alle Wunden.

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1. Die Erinnerungs-Box

Geschenke vom Ex-Partner, gemeinsame Fotos, Kleidungsstücke und Co. – in Ihrer Wohnung erinnert Sie noch viel zu viel an Ihre verflossene Liebe. Sie brauchen diese Dinge nicht wegzuwerfen, aber schaffen Sie sie aus Ihrem Blickfeld. Die ständigen Erinnerungen an Ihren Ex-Partner und an einst glückliche Zeiten schmerzen nur unnötig. Besorgen Sie sich einen Umzugskarton und packen Sie alles dort hinein.

2. Kontakt abbrechen

„Wir können ja Freunde bleiben!“ – ein Satz, der vielleicht ganz nett gemeint ist und auch von beiden Parteien als Wunschvorstellung so funktioniert. Aber in der Realität nicht. Wenn Sie sich frisch getrennt haben und der Liebeskummer an Ihrem Herzen nagt, können Sie keine Freundschaft mit Ihrem Ex-Partner eingehen. Vielleicht irgendwann, aber nicht direkt im Anschluss an eine Trennung. Sie müssen erst einmal lernen, dass Ihr Leben jetzt wieder ohne ihn oder sie stattfindet.

3. Alkohol ist keine Lösung

Im ersten Moment scheint Alkohol ein ziemlich gutes Lösungsmittel zu sein. Sich mit Freunden zu verabreden, feiern zu gehen, sich abzulenken … All das kann nach einer Trennung gut funktionieren. Die betäubende Wirkung von Alkohol lässt den Trennungsschmerz für einen kurzen Moment ganz klein erscheinen. Doch auf Dauer ist das nicht nur ungesund, sondern funktioniert einfach nicht. Wer seinen Liebeskummer nur betäubt und ertränkt, kann ihn nicht aufarbeiten und kommt so auch nicht über ihn hinweg.

4. Wochenend-Planungen

Die Wochenenden sind für viele Frischgetrennte das Schlimmste – hier haben sie normalerweise immer etwas Schönes mit dem Partner unternommen oder es wurden wichtige To-dos von der Liste gemeinsam abgearbeitet. Jetzt sollen Sie auf einmal zwei ganze Tage alleine verbringen? Schwierig. Versuchen Sie daher, Ihre Wochenenden zu planen. Besuchen Sie Ihre Familie oder Freunde, machen Sie einen Städtetrip oder einen Kurs. Umgeben Sie sich mit Menschen, die Ihnen guttun.

5. Pimp your Selbstwertgefühl

Machen Sie etwas für sich. Ziehen Sie Ihr Lieblingsoutfit an, stylen Sie sich, gehen Sie shoppen oder in den Spa-Bereich, lassen Sie sich massieren oder komplett umstylen. Alles, was dazu beiträgt, dass Sie sich aktiv, attraktiv und wohl in Ihrem Körper fühlen, ist gut. So bieten Sie den Selbstzweifeln keine große Angriffsfläche. Wenn Sie das Gefühl haben, dass der Trennungsschmerz Ihnen all Ihre Energie raubt, dann treiben Sie Sport und gehen Sie an die frische Luft. Es gibt nichts Besseres für die Psyche.

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Trennungsschmerz ist nicht das Ende von allem

Vertrauen Sie darauf, dass die Liebe ihren Weg zu Ihnen findet. Hat diese Beziehung nicht funktioniert, dann war sie auch nicht die richtige. So weh es tut und so falsch es sich im ersten Moment auch anfühlen wird – wenn eine Beziehung in die Brüche geht, hat es einen guten Grund. Das Wichtigste ist nun, dass Sie sich nicht in den Trennungsschmerz und den Liebeskummer reinsteigern und aufgeben. Arbeiten Sie Ihren Herzschmerz, Ihre Enttäuschung und Ihre Verletzung auf und wagen Sie dann einen Neuanfang.

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