Von einer Beziehung in die nächste: Schluss mit sprunghaftem Dating!

Fast jeder hat in seinem Umfeld den ein oder anderen Freund, Kollegen oder Verwandten, der von einer Beziehung in die nächste springt und damit ein eigensinniges Dating-Verhalten an den Tag legt. Kaum ist ein Partner weg, steht auch schon der nächste am Start. Doch was steckt dahinter, wenn jemand chronisch den Partner wechselt, ohne eine „Verschnaufpause“ einzulegen? Folgende Ursachen geben Ihnen Aufschluss über das Bäumchen-wechsel-dich-Spiel und Ratschläge, was Sie dagegen tun können.

1. Warum der Wechsel von einer Beziehung in die nächste der Suche nach Bestätigung entspricht

Einer der Hauptgründe, warum Menschen sich sofort auf eine neue Beziehung einlassen, mag in erster Linie in einem mangelnden Selbstvertrauen liegen. Verletzungen aus der Vergangenheit, die am Selbstwert gekratzt haben oder immer noch daran nagen, verhindern häufig, einen klaren Bezug zu sich selbst wiederherzustellen. Der Ruf nach Anerkennung und Bestätigung wird laut. Der Mangel an Eigenliebe kann für viele nur von außen, also von einem Partner, ausgeglichen werden.

Tipp: Fangen Sie an, erst einmal Ihr Selbstwertgefühl wieder auf Vordermann zu bringen, anstatt die Beziehung zu wechseln. Besinnen Sie sich auf Ihre Stärken. Gewähren Sie Ihren eigenen Interessen, Hobbys oder Sportarten mehr Freiraum. Rücken Sie aber vor allem Ihre Eigenliebe wieder in den Fokus. Es gibt inzwischen zahlreiche Bücher, Übungen und meditative Rituale, die darauf ausgerichtet sind, die Selbstliebe zu stärken. Ziel ist es, dass Sie Ihrem gleichwertigen Partner auf Augenhöhe begegnen. Eine neue Liebe zu finden sollte nicht das Ziel verfolgen, Defizite auszugleichen.

2. Die Angst vorm Alleinsein schleust Sie von einer Beziehung in die nächste?

Es gibt Menschen, die sehr gut mit sich allein sein können, aber auch andere, die damit ihre Schwierigkeit haben. Die Angst davor alleine zu sein deckt sich hier weitestgehend mit der Angst vor der Einsamkeit. Diese Menschen sind stark auf Zweisamkeit sowie Paarstrukturen gepolt und sehnen sich nach Zugehörigkeit. Erst ein Partner scheint das eigene Leben zu vervollständigen. Sie brauchen nicht nur jemanden zum Festhalten, sondern auch jemanden zum Versorgen und gehen darum direkt von einer Beziehung in die nächste.

Diese Angst vor dem Zustand der Beziehungslosigkeit kann jedoch auch kontraproduktive Züge annehmen. Denn dadurch üben Sie Druck auf Ihr Gegenüber aus. Im Zweisamkeits-Modus wird den Partnern schnell der Freiraum entzogen. Viele versuchen sich daher aus der Umklammerung wieder zu befreien, was eine schnelle Trennung zur Folge hat.

Tipp: Lassen Sie zunächst einmal Angst zu. Sie zu ignorieren, sorgt nur weiter dafür, dass Sie im Panik-Modus bleiben. Wenn Sie die Angst akzeptieren, sich ihr stellen, ist das ein erster Schritt in die richtige Richtung, anstatt nach einer Trennung direkt eine neue Beziehung einzugehen. Sobald Sie gelernt haben, Ihre Gefühle anzunehmen, können Sie lernen sie loszulassen. Ziel ist es, sich nicht mehr nur in Co-Abhängigkeiten zu anderen zu sehen. Die Verantwortung für sich selbst zu übernehmen kann sogar ein notwendiger Zustand sein, damit Sie wieder lernen, einen besseren Bezug zu sich selbst aufzubauen. Wenn Sie das Alleinleben als lohnenswerten Zustand erfahren, verschwindet auch allmählich das negative Gefühl, das damit assoziiert wird.

3. Die fehlende Akzeptanz Single zu sein führt zum Partnerwechsel

Es gibt Menschen, die sehen um sich herum nur noch Paare. Der Rest wird dabei gekonnt ausgeblendet. Es entsteht plötzlich ein Maßstab, der Sie dazu nötigt, ins Handeln zu kommen, um gesellschaftlich mithalten zu können. Sie wollen dazugehören, mitreden können und nicht als schrulliger Langzeitsingle abgestempelt werden. Um dem Single-Status zu entfliehen, begeben Sie sich von einer Beziehung in die nächste. Dabei ist es beinahe schon sekundär, wer der neue Partner an Ihrer Seite ist. Hauptsache Ihr Beziehungsstatus stimmt.

Tipp: Akzeptieren Sie Ihr Singleleben. Wir wollen bekanntlich immer das, was wir gerade nicht haben. Für viele Paare und Eheleute sind Sie als glücklicher Single das erstrebenswerte Ziel. Genießen Sie die Vorzüge und Freiheiten, die Ihnen zur Verfügung steht. Und fokussieren Sie sich auch wieder auf jene Menschen, denen es genauso geht wie Ihnen. So machen Sie aus dem Stigma schnell ein Gütesiegel.

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4. Die Torschlusspanik 30plus treibt die Einstellung „von einer Beziehung in die nächste“ voran

Tatsächlich scheint sich der Single ab 30 ein eng getaktetes Zeitfenster zu nehmen, denn die biologische Uhr tickt. Für viele gehören Sie in dieser Altersklasse plötzlich zum alten Eisen. Der Druck steigt, wenn plötzlich Kinderwunsch und Familienplanung auf die Agenda kommen. Anstatt sich ernsthaft Zeit zu nehmen, wird im Optimierungswahn rasch aussortiert und nach der nächstbesten Alternative gesucht.

Tipp: Nehmen Sie den Druck heraus. Statt in einer Beziehung direkt Schluss zu machen, weil der Liebste noch nicht bereit für ein Kind ist, sollten Sie der Liebe noch Zeit geben, bevor Sie ad hoc von einem Partner zum nächsten wechseln. Bei der Überprüfung einer Partnerschaft sollten Sie auch kompromissbereit sein, wenn sie von Dauer gekrönt sein soll. Es kann sein, dass Sie den passenden Deckel erst auf den zweiten Blick erkennen. Notieren Sie sich, was Sie von einer dauerhaften Beziehung erwarten und fokussieren Sie sich auf das, was Ihnen dieser Wunsch ermöglicht.

5. Bindungsunfähigkeit führt zu einem angekratzten Bindungsverhalten

Zu guter Letzt kann das kontinuierliche Verhalten, von einer Beziehung in die nächste zu treiben, auch mit Beziehungsunfähigkeit zu tun haben. Das muss aber keinem Krankheitswert beigemessen werden. Die Psychologie bezeichnet das Phänomen, das Menschen sich schnell von einer Beziehung in die nächste begeben, eher als Unwillen, Verbindlichkeiten einzugehen.

Zum einem kann das aus der Angst vor Verlust hervorgehen. Zum anderen treibt es die Angst, seine Freiheit aufgeben zu müssen, voran. Beispiele dafür sind schmerzhafte Kindheitserfahrungen, die sich in Abstoßung und wenig Aufmerksamkeit äußerten oder eine überbehütete Kindheit, die im Erwachsenenalter Erstickungsgefühle und das Bedürfnis nach Unabhängigkeit hervorrufen. Die Folge: Partnerschaften sind häufig nicht von Dauer, da diese Ängste die vertrauliche Bindung unterlaufen. Es scheint daher förmlich vorprogrammiert ohne Rast von einer Beziehung in die nächste zu gehen.

Tipp: Gehen Sie diesen Angstgefühlen auf den Grund. Es ist ohnehin schwer, eine Unfähigkeit für Beziehungen zu erkennen. Wenn Sie merken, dass Sie ständig den Partner wechseln, weil Sie unter einer Bindungsstörung leiden, kann eine therapeutische Hilfe unterstützend sein, dieses Thema in den Griff zu bekommen.

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Fazit: Sie springen von einer Beziehung in die nächste? – Legen Sie eine Pause ein!

Es ist nicht ratsam, direkt nach einer Trennung eine neue Beziehung einzugehen. Pausen sind notwendig, um die vorangegangene Partnerschaft und den Liebeskummer zu überwinden. Finden Sie heraus, was schiefgelaufen ist. Nur so können Sie aus alten Fehlern lernen und vermeiden, dass sich dieselben Muster andauernd wiederholen. Wenn Sie sich selbst Zeit geben, um mit sich ins Reine zu kommen, erhöhen Sie die Chance, dass Sie Ihren Traumpartner anziehen und so Ihrer Wunschvorstellung von einer stabilen Partnerschaft einen Schritt näherkommen. Legen Sie Ihre willkürliche Strategie beiseite, ständig von einer Beziehung in die nächsten zu wechseln. Führen Sie sich klar vor Augen, was Sie wirklich wollen und begeben Sie sich gezielt auf Partnersuche. Parship liefert Ihnen eine professionelle Plattform, um passende Partnervorschläge zu erhalten, die Ihre Chance auf eine stabile Beziehung erhöhen.

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