Ein Online-Profil zum Verlieben

Wir verraten Ihnen gern, wie Sie Ihr ideales Parship-Profil im Handumdrehen erstellen.

Die wichtigsten Tipps für ein erfolgreiches Profil

Füllen Sie „Was mich gerade bewegt“ aus

Mitglieder, die „Was mich gerade bewegt“ ausgefüllt haben, erhalten fast doppelt so viele Anfragen wie Mitglieder, die dieses Feld nicht nutzen. Denn so fallen sie in der langen Liste der Partnervorschläge ins Auge und bieten Anknüpfungspunkte für die erste Kontaktaufnahme:

Do:

Ich lasse mir auch durch das derzeitige Regenwetter nicht die gute Laune nehmen.
Zeigen Sie, dass Sie Ihr Profil aktuell halten, damit signalisieren Sie, dass Sie in die Partnersuche und eine Beziehung gerne investieren.

Don’t:

Carpe Diem
Meiden Sie Kalenderweisheiten, die jeder Zweite verwendet. Ja, das gilt auch für „Nur mit dem Herzen sieht man gut“!

Machen Sie den ID-Check

Der ID-Check erhöht die Vertrauenswürdigkeit Ihres Profils – und damit die Anfragen. Wer sein Profil mit dem ID-Check-Symbol krönt, bekommt rund 55% mehr Nachrichten.

Laden Sie Bilder in Ihr Foto-Album

Profile mit Fotos erhalten vier Mal mehr Anfragen. Und obwohl Ihre Bilder zunächst verschwommen dargestellt sind, sind sie für 89% der Parship-Mitglieder entscheidend für die Kontaktaufnahme.

Do:

Bild mit fröhlichem, lachenden Ausdruck, denn Lächeln steckt an: Signalisieren Sie dem Betrachter, dass das Leben mit Ihnen eine Freude sein wird. Nutzen Sie das Foto-Album, um all Ihre Facetten zu zeigen. Sie können bis zu 9 Bilder in Ihrem Parship-Profil hochladen.

Don’t:

Kein Bild, kein Erfolg. Profile ohne Bild erhalten deutlich weniger Resonanz.
Verzichten Sie auf Bilder mit grimmigem/düsterem Ausdruck. Pessimisten küsst niemand gern!

Punkten mit Profilfoto: So geben Sie ein gutes Bild ab!

Für viele ist das Profilfoto DAS Kriterium überhaupt, mit jemandem Kontakt aufnehmen zu wollen. Darum sollten Sie dafür sorgen, dass Ihr Bild ein gutes Licht auf Sie wirft… Ein kleiner Guide zum perfekten Profilfoto.

Es gibt keine zweite Chance für einen ersten Eindruck – das gilt online noch mehr als im richtigen Leben. Und Ihr Foto ist es, was jeder von Ihnen als Erstes sieht. Ein paar schlaue Tipps sollten Sie darum bei der Aufnahme und Auswahl Ihrer Bilder unbedingt beherzigen.

Lässig statt lieblos

Sie meinen, grundsätzlich ein ganz passabler Typ zu sein? Gut! Aber mit einem übriggebliebenen Bewerbungsfoto in Schlips und Kragen erregen Sie dennoch wenig Aufmerksamkeit. Stecken Sie unbedingt ein bisschen Mühe in die Auswahl Ihrer Bilder. Keine Sorge: Sie müssen nicht aussehen wie ein Supermodel, um Interesse zu wecken. Aber sympathisch sollten Sie rüberkommen und darum ein schönes Lächeln zeigen. Ihr Foto darf gern etwas über Sie verraten: Sind Sie vor dem Eiffelturm zu sehen, so zeigen Sie, dass Sie reiselustig und kulturinteressiert sind. Ein Bild im Badeanzug – oder in sehr wenig Stoff – kann dagegen schnell einen falschen Eindruck vermitteln. Genauso wie Partyfotos mit Gläsern und Flaschen im Hintergrund, übrigens…

Vor Schnappschüssen wird gewarnt

Die Kamera lügt! Immer! Sie zeigt nur einen winzigen Wimpernschlag der Wirklichkeit. Darum sind Schnappschüsse für Profilbilder häufig ungeeignet. Wenn Ihr Gesicht verschattet oder verwackelt ist, Sie bei der Aufnahme gegessen haben – oder im Hintergrund viele andere Gesichter von der Hauptperson ablenken, sollten Sie Abstand von dem Bild nehmen. Auch Gruppenbilder sind ein gruseliges No-Go: Wer waren Sie noch mal, die dritte Frau von links…?

Wer sind Sie eigentlich?

Eine Frau im „Kleinen Schwarzen“ ist ein komplett anderer Mensch als mit Lederjacke und Jeans (oder im Sommerkleid unter Apfelbäumen). ER im Smoking ist ein völlig anderer Typ als in Shorts auf dem Mountainbike. Was Sie auf hochgeladenen Fotos tragen, prägt, wie Sie wahrgenommen werden – und wirkt je nach Outfit auf ganz unterschiedliche Menschen attraktiv. Darum fragen Sie sich: Wie sehen Sie sich selber? Tipp: Ein professionelles Fotoshooting lohnt sich! Sie werden stilvoll ins beste Licht gerückt – und haben die Chance, sich mit wohlüberlegtem Styling genau als der Mensch zu zeigen, als der Sie gesehen werden möchten.

Zeigt her eure Schokoladenseiten!

Sie haben Ihre Schokoladenseite bisher noch nicht entdeckt? Gehen Sie auf die Suche! Üben Sie ruhig vor dem Spiegel. Die meisten Stars nehmen auf dem roten Teppich immer wieder dieselbe Pose ein. Nicht weil ihnen nichts Besseres einfällt. Sondern weil sie genau wissen, wie sie sich am besten präsentieren müssen. Lehnen Sie sich beim Shooting an eine Wand oder setzen Sie sich bequem in einen Sessel. Das wirkt besonders lässig. Gegen Glanz auf Nase oder Stirn dürfen Sie gern zum (Transparent-)Puder greifen.

Die Perspektive macht´s!

Neben dem Outfit entscheidet die Perspektive, aus der Bilder aufgenommen wurden, über den Eindruck. Eher ungünstig: Frontalaufnahmen. Direkt von vorn wirkt das Gesicht flächig und groß. Besser: Fotos, auf denen Sie schräg von der Seite zu sehen sind. So werden Gesichter markanter und ausdrucksstärker. Optimal: Fotos, die auf Augenhöhe oder von leicht höher geschossen wurden. Tipp: Ein leicht nach unten geneigter Kopf macht das Gesicht schmaler – und damit attraktiver. Britische Forscher fanden heraus, dass Männer, die auf Fotos ihren Kopf rund 30 Grad nach unten neigen, deutlich besser ankommen. Der Grund: In dieser „Schräglage“ wirken sie bis zu zehn Kilo leichter als bei einer Frontalaufnahme…

Tipps von der Profi-Fotografin

Anna von sceneline studios verrät Ihnen, wie Sie sich auf Fotos von Ihrer besten Seite zeigen.

Übrigens: Als Parship-Mitglied erhalten Sie einen exklusiven Rabatt auf ein professionelles Fotoshooting bei sceneline studios. Hier geht es zum Angebot.

Verfassen Sie ein persönliches Zitat

Das persönliche Zitat dient als kleine Einleitung in Ihr Profil und in Ihre Persönlichkeit. Wer hier etwas Aussagekräftiges zum besten gibt, kann sich auf durchschnittlich 70% mehr Kontaktanfragen freuen.

Do:

„Vielversprechend, dass Du mich gefunden hast. Ich bin ein leidenschaftlicher Typ, der mit allen Sinnen zu genießen weiß und gerne seine Begeisterung teilt – und sich begeistern lässt. Dir würde ich gerne bei einem Spaziergang mehr über mich erzählen – und mehr über Dich erfahren.“ Trauen Sie sich, den Betrachter direkt anzusprechen! Machen Sie ihm ein Kompliment oder malen Sie ein gemeinsames Zukunftsszenario. Drücken Sie in Ihren eigenen Worten aus, dass Sie selbstständig sind, aber dennoch offen für neue Erfahrungen und geteilte Erlebnisse zu zweit.

Don’t:

„Nach schwerer Enttäuschung hoffe ich auf jemanden, der mich hier findet.“
Bedürftigkeit und Passivität schrecken ab. Schauen Sie nach vorne, nicht zurück auf schlechte Erfahrungen mit Ex-Partnern.

Beantworten Sie viele Fragen in „Ich über mich“

Der Bereich „Ich über mich“ ist Ihre Chance, sich darzustellen. Das wird belohnt: Schon in der ersten Woche erhalten männliche Mitglieder, die ihren „Ich über mich“-Bereich ausgefüllt haben, doppelt so viele Anfragen wie Männer ohne persönliche Angaben.

Auch Frauen können sich auf mehr Anfragen freuen, wenn sie ein persönliches Profil mit eigenen Worten erstellen, wie zum Beispiel die Erfolgsgeschichte der 34-jährigen Katharina beweist: Nachdem sie ihr Profil aktualisiert hatte, erhielt sie die Anfrage von Georg. Heute sind die beiden glücklich verliebt. Ihr Tipp: „Versuchen Sie, Ihr Profil so treffen wie möglich zu gestalten!“

Do:

Wählen Sie aus verschiedenen Fragen und schreiben Sie originelle Antworten in Ihren eigenen Worten.

Mein Tipp: Aktualisieren Sie den Bereich regelmäßig und achten Sie darauf, dass sich keine Rechtschreibfehler einschleichen.

Don’t:

Wer sich beim Profil wenig Mühe gibt, signalisiert wenig Einsatz für die Partnersuche, den Partner und eine Beziehung. Zeigen Sie, dass Sie es ernst meinen und füllen Sie Ihr Profil möglichst vollständig und persönlich aus.

Anhand von drei beliebten Fragen erläutere ich Ihnen nun, wie Ihre Antworten Sympathie und Neugier bei anderen wecken.

Beispiel „Darüber kann ich lachen“

Do:

„Wenn das Eichhörnchen im Youtube-Film den Gartentisch plündert.“ Gemeinsam lachen zu können, findet ein großer Teil der Menschen enorm wichtig für die Beziehung. Seien Sie also in Ihrer Beschreibung des Humors ehrlich und detailliert.

Beispiel „Darüber kann ich lachen“

Don’t:

„Humor ist, wenn man trotzdem lacht.“ Das ist zwar grundsätzlich ein schöner Charakterzug, doch weil gemeinsames Lachen ausdrückt, dass zwei Menschen zusammen passen, sollten Sie solche Allgemeinplätze meiden.

Beispiel „Diese Person würde ich gerne treffen“

Do:

„Jemanden, der in der Weltraumstation MIR war, weil ich erfahren möchte, wie es sich anfühlt, unseren Planeten aus der Ferne zu sehen.“ Begründen Sie Ihre Wahl mit einem aufrichtigen Bedürfnis, das Sie und Ihre Persönlichkeit auszeichnet

Beispiel „Diese Person würde ich gerne treffen“

Don’t:

„Ghandi“. Das ist sicher gut gemeint, doch ohne Begründung und persönlichen Bezug höchstens sozial erwünscht.

Beispiel „Mein Vorschlag für das erste Date“

Do:

„Lass uns zusammen den Wochen-Flohmarkt besuchen – oder bei schlechtem Wetter die aktuelle Ai Wei Wei-Ausstellung gehen!“ Seien Sie kreativ, denn vielleicht wollen Sie sich noch lange an dieses Date erinnern. Schlagen Sie ein Treffen vor, dass Ihnen ermöglicht, den neuen Kontakt in Interaktion auch mit Anderen zu erleben.

Beispiel „Mein Vorschlag für das erste Date“

Don’t:

„Erst ein Spaziergang, dann ins Café“. Damit sind Sie statistisch ganz oben mit dabei. Und unterscheiden sich kein Stück von der Masse.

Tipp:

Fragen Sie andere! Nutzen Sie die Profilberatung im Parship-Forum. Dort erhalten Sie direktes Feedback: Wie kommen Ihre „Ich über mich“-Einträge an? Was ist bereits perfekt, was könnte noch verbessert werden? Fragen Sie andere Mitglieder!

Pimp dein Profil! So kommen Sie richtig gut rüber

Warum bekommen manche Menschen, die online auf Partnersuche sind, viel mehr Zuschriften als andere? Nein, nicht weil sie viel besser aussehen oder besonders laut für sich werben! Es sind die feinen Details, die ein Profil auffallend sympathisch und anziehend machen:

Sympathie schlägt Perfektion

Was wirklich anspricht? Nicht etwa umwerfende Attraktivität, sondern schlicht: Ein charmanter Auftritt. Und Echtheit. Also: Lieber ein sympathisch-lockeres Urlaubsportrait einstellen als überstylte Studiofotos, die schnell selbstverliebt und gekünstelt wirken. Die Grundregel: Was Sie von sich zeigen und erzählen, sollte den Eindruck hinterlassen: Mit dieser Person könnte es Spaß machen, eine Beziehung zu führen – selbst wenn es vielleicht mal steiniger werden sollte.

Think pink!

Merke: Pessimisten küsst man nicht! Im Klartext heißt das: Gestalten Sie Ihr Profil lebensbejahend, liebenswert, optimistisch – also positiv! Wer bereits auf seiner „Visitenkarte“ auf Probleme zu sprechen kommt, vermittelt anderen das Bild, es mit einem schwierigen Kandidaten zu tun zu haben. Wenn es Ihnen dagegen gelingt, Lebensfreude rüberzubringen, dürfen Sie ruhig auch offen Ihre Wünsche in einer Partnerschaft formulieren (und damit unter Umständen Kandidaten ausschließen, mit denen diese nicht umsetzbar wären).

Vor Plattitüden wird gewarnt

Auch wenn Sie etwas aufrichtig meinen, muss es nicht automatisch super ankommen. Wer beispielsweise „Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag“ als Lebensmotto angibt, erntet unter Umständen müdes Schulterzucken. Klar, Humor ist wichtig. Aber: Dieses Zitat ist schlicht abgegriffen – und grob geschätzt verwendet es jeder Fünfte. Womit ankommt: Ich wäre gern individuell, bin es aber nicht. Merke: Für einen ansprechenden Satz brauchen Sie keine Referenzen. Lassen Sie sich einfach etwas Persönliches einfallen.

Kein Gejaule, bitte!

Absolutes Kontakt-Gift: Bedürftigkeit zu vermitteln. Sätze wie: „Ich wurde tief verletzt und suche nun jemanden, der mir den Glauben an die Liebe zurückgibt“ lösen einen hohen Erwartungsstress bei anderen aus. Selbst wenn es das ist, was Sie empfinden: Versuchen Sie immer nach beschwingter Hoffnung statt nach Pflegefall zu klingen.

Sagen Sie, was Sie wollen – nicht, was Sie nicht wollen

Manche neigen dazu, zahllose Ausschlusskriterien (und Ansprüche) gleich in den ersten Zeilen herunter zu deklinieren: Frei von Altlasten, Nichtraucher, ohne Bart und Bauch, finanziell unabhängig, und so weiter und so fort. Das klingt nicht selbstbewusst und entschieden, sondern einfach bloß: Verwöhnt und heikel… Der viel cleverere Weg, zu bekommen, was Sie suchen: humorvoll formulieren, was Ihnen bei Frauen/Männern gefällt – oder sogar beeindruckt…

Achten Sie auf Ihre Rechtschreibung: 5 Tipps

Niemand ist perfekt. Das gilt natürlich auch für unsere Rechtschreibung. Kleine Flüchtigkeitsfehler sind völlig okay. Wenn sich aber ein Fehler an den nächsten reiht, ist das einfach nur noch lästig. Es wurden schon Kontakte wegen schlechter Rechtschreibung abgebrochen. Wir stellen Ihnen fünf Gründe vor, warum Sie vor dem Versenden einer Nachricht noch einmal auf Ihre Rechtschreibung achten sollten.

1. Rechtschreibfehler werfen kein gutes Licht auf Sie

Gut, wohl die wenigsten von uns wurden als ein Goethe oder Shakespeare geboren. Aber das ist ja auch keine zwingende Voraussetzung für eine fehlerfreie Nachricht! Autokorrekturfunktion und Nachschlagewerke sind zuverlässige Helfer. Wer „Hai, wie gehts dir den so? Ich find dein Proffil echt megaspizze!“ schreibt, muss sich nicht wundern, wenn die Antwort „Rechtschreibung gelernt bei Yoda du hast?“ lautet.

2. Rechtschreibfehler unterbrechen den Lesefluss und begünstigen negative Gefühle

Psychologen haben herausgefunden: Rechtschreibfehler erschweren die so genannte Verarbeitungsleichtigkeit, was wiederum eine kritischere Informationsverarbeitung aktiviert. Klingt kompliziert, ist aber eigentlich ganz simpel: Wer viele Fehler macht, darf sich nicht wundern, wenn der Adressat genervt und abweisend reagiert.

3. Rechtschreibfehler könnten als Respektlosigkeit gedeutet werden

Es mag vielleicht (gerade noch) süß sein, wenn ein 13-jähriger seiner Flamme über WhatsApp „Ich will mit dir gähn“ schreibt. Sie sind aber erwachsen! Stellen Sie sich einmal vor, eine staatliche Behörde schickt Ihnen einen Brief voller Fehler. Das würden Sie doch wohl auch als Respektlosigkeit auffassen, oder?

4. Rechtschreibfehler lassen an Ihrer Ernsthaftigkeit zweifeln

Wären Sie von einer vor sprachlichen Fehlern nur so triefenden Kontaktaufnahme begeistert? Wohl kaum. Schnell fragt man sich, wie wichtig dem anderen der Kontakt eigentlich ist. Schließlich macht er sich nicht einmal die Mühe, seinen Text Korrektur zu lesen. Kein gutes Zeichen. Behalten Sie immer im Hinterkopf, dass Sie gerade Kontakt zu Ihrem potenziellen künftigen Partner aufnehmen. Da ist ein wenig Extra-Mühe angemessen!

5. Rechtschreibfehler führen häufig zu Missverständnissen

Wer keine vollständigen und fehlerfreien Sätze formulieren kann (oder will), begünstigt hierdurch Missverständnisse. Der andere ist gezwungen, in der nächsten Nachricht nachzufragen, was genau gemeint war. Das gefällt auf Dauer nicht jedem.

Achten Sie also lieber einmal zu viel als zu wenig auf Ihre Rechtschreibung. Hierdurch erhöhen Sie nachweislich Ihre Chancen bei der Online-Partnersuche. Ihre Kontakte werden es Ihnen danken!

Handicaps: erwähnen oder nicht?

Nicht jeder findet Gefallen am Ausfüllen des Online-Profils. Wer mit einer schweren Krankheit lebt, ist oft unsicher, wann er diese thematisieren soll. Vor allem dann, wenn die Diagnose das gesamte Leben beeinflusst – oder es womöglich frühzeitig beenden wird. Viele Menschen fühlen sich verpflichtet, einen potentiellen Partner beizeiten darüber aufzuklären, worauf er sich „einlässt“. Dies rührt einerseits daher, dass es eine gesellschaftliche Wertigkeit von „krank“ und „gesund“ gibt. Menschen mit einer Diagnose haben oft das Gefühl, minderwertig zu sein, vielleicht weniger attraktiv für einen Partner – oder sogar weniger liebenswert. Andererseits können diesen Gefühlen auch schlechte Erfahrungen vorausgegangen sein: Ein Partner, der mit der Krankheit nicht klar kam, ein eingeschränktes Liebesleben oder einfach die Angst, für den anderen eine Last zu sein.

Beweggründe durchleuchten

Um die Frage zu beantworten, ob eine Diagnose in das Online-Profil gehört, ist es zunächst wichtig, die eigenen Beweggründe für Offenheit oder Verschlossenheit zu erkennen. Warum glauben Sie, dass Ihr Gegenüber bereits vor der Kontaktaufnahme von Ihrer Krankheit wissen sollte? Ist es eine Schutzfunktion, um nicht erleben zu müssen, wegen einer etwas später offenbarten Diagnose eine Absage zu kassieren? Oder warum möchten Sie es verbergen und so spät wie möglich sagen? Erst wenn Ihnen das klar ist, können Sie eine Entscheidung treffen.

Abwägen

Seien Sie sich im Klaren darüber, dass die Nennung einer Diagnose auf der Profilseite auch dazu führen kann, dass sich ein Interessierter vor eine Suchmaschine setzt und sich über die Krankheit informiert. Das zeigt zum einen, dass er nicht direkt abgeschreckt ist, aber es birgt auch die Gefahr, dass er oder sie Dinge liest, die auf Ihren konkreten Fall nicht zutreffen. Das Internet beinhaltet zwar eine Menge an Wissen, aber eben auch ebenso viel Halbwissen, das in Foren und auf ominösen oder privaten Seiten verbreitet wird.

Relativieren

Wem es also wichtig ist, das Thema anzubringen, der sollte versuchen, einen Mittelweg zu finden. Meist ist es von Vorteil, zunächst ein positiv wirkendes Profil zu schaffen, das Ihre Vorzüge betont, statt mit der Tür ins Haus zu fallen. Bei einem Date von Angesicht zu Angesicht lässt sich so etwas viel besser besprechen. Sie können direkt auf Nachfragen reagieren und auf eventuelle Sorgen und Ängste eingehen.

Und auch, wenn Sie eine klare Diagnose haben – der Übergang von krank zu gesund bleibt schwammig. Besonders im Bereich der Psychologie. Jeder hat schlechte Erfahrungen, ein Lebenstrauma, einen Tick. Doch niemand würde auf die Idee kommen, diese auch direkt im Profil zu erwähnen. Machen Sie es diesen Menschen gleich – wägen Sie ab.

Denn gerade eine schwere Diagnose ist eine intime und persönliche Angelegenheit. Entscheiden Sie anhand Ihres Gegenübers, ob Sie dieses Vertrauen in die Begegnung investieren wollen oder nicht.

Wie gut hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

Ein Online-Profil zum Verlieben 4.26/5 601 votes