Bayerisch, Fränkisch, Sächsisch – in der letzten Umfrage der Woche wollte PARSHIP von seinen Mitgliedern wissen, auf welchen Dialekt sie beim anderen Geschlecht stehen. Macht eine freche Berliner Schnauze attraktiv oder sind die verniedlichenden Endungen („chen“, „lein“ und „ele“) aus dem Schwäbischen Sympathiebringer? Fühlen sich die teilnehmenden Singles mehr vom jecken Kölsch angezogen, oder bevorzugen Sie doch ein norddeutsches „Moin“ zur Begrüßung? Wird über den „säggs’sche Dialeggd“ tatsächlich nur gelacht und wie kommen die fränkische Mundart oder das Ruhrdeutsch an? Auch an Hochdeutsch-Verfechter wurde gedacht und die Möglichkeit gegeben, sich für einen Partner ohne Dialekt auszusprechen.
Auf Platz 1: Bayerisch, mit 19 Prozent der gesamten und 21 Prozent der Stimmen bei den Männern. Frauen schmelzen dagegen zuerst bei einem Norddeutschen dahin, bayerische Kerle belegen auf ihrer Beliebtheitsskala nur den zweiten Rang, ernten also 3 Prozent weniger Stimmen als die Nordlichter. Diese erreichen bei den männlichen Singles Platz 2.
Während sich die ersten beiden Ränge zwar bei den Geschlechtern in der Reihenfolge unterscheiden, nicht aber in der Auswahl der Dialekte, zeigen sich bei den unteren Postionen Abweichungen. So bewerten Männ- und Weiblein insgesamt das Schwäbische als dritttattraktivste Mundart (8 Prozent der Stimmen). Schaut man die Vorlieben der Frauen an, stimmt das Ergebnis überein, Männern aber gefallen sächselnde Frauen genauso gut wie die Schwäbinnen. Ganz anders sieht das beim männlichen Sachsen aus. Fängt er an zu reden, spricht das Frauen wenig an. Das Sächsische landet hier auf der vorletzten Position. Insgesamt belegt Sächsisch auf der Attraktivitätsskala mit 6 Prozent Stimmen Platz 4, gefolgt von Fränkisch, Ruhrdeutsch und Kölsch, die sich Platz 5 teilen.
Das Schlusslicht bildet Berlinerisch (3 Prozent), das auch bei den Männern am schlechtesten ankommt. Im Frauen-Ranking landen die Berliner Kodderschnauzen an siebter Stelle, als völlig unsexy wird aus weiblicher Sicht nämlich das Fränkische wahrgenommen. Eine Mittelfeldposition erlangen die Männer aus Kölle bei den Damen mit Platz 4. De „kölsche Mädche“ ist dagegen sprachlich weniger anziehend, genauso wie Ruhrdeutsch, beide teilen sich den vorletzten Platz und wenig Anziehungskraft auf die Männerwelt.
Den einen sexy Dialekt gibt es also nicht. Am besten fährt, wer des Hochdeutschs mächtig ist, da es auf Männer und Frauen gleichermaßen attraktiv wirkt. Wer in Sachen Sprache deshalb auf Nummer sicher gehen möchte, sollte seinen Dialekt zumindest beim Kennenlernen nicht zu stark betonen, es sei denn, es handelt sich um Bayerisch oder Norddeutsch, denn beide gelten als sexy.